Die erste staatliche Bank der USA steigt ins Stablecoin-Geschäft ein – und Fiserv liefert die Technologie dafür. Was nach einem kleinen regionalen Projekt klingt, könnte für den Fintech-Riesen der Startschuss für eine völlig neue Ära sein. Denn die „Roughrider Coin“ aus North Dakota ist mehr als nur ein weiterer digitaler Dollar.

Pionierarbeit mit staatlichem Segen

Die Bank of North Dakota macht Geschichte: Als erste staatliche Bank der USA will sie 2026 eine eigene, dollargedeckte Kryptowährung herausgeben. Die „Roughrider Coin“ soll Banküberweisungen, Händlerzahlungen und internationale Geldtransfers revolutionieren. Das Besondere: Fiserv stellt die komplette digitale Infrastruktur bereit.

Der Fintech-Konzern nutzt dafür seine bereits im Juni angekündigte Digital Asset Platform. Die neue Kryptowährung basiert auf derselben Technologie wie Fiservs hauseigener FIUSD-Stablecoin und soll mit anderen digitalen Währungen im Netzwerk kompatibel sein.

Durchbruch für die Branche

North Dakotas Gouverneur Kelly Armstrong preist das Projekt als „zukunftsweisenden Ansatz“ für ein sicheres Finanzsystem. Für Fiserv öffnet sich damit ein riesiger Markt: Das Unternehmen bedient bereits 10.000 Finanzinstitute und sechs Millionen Händlerstandorte. Mit dem kürzlich verabschiedeten GENIUS Act haben auch andere US-Banken grünes Licht für eigene Stablecoins erhalten.

Spannende Quartalsahlen voraus

Am 29. Oktober präsentiert Fiserv seine Q3-Zahlen. Analysten bleiben optimistisch und bewerten die Aktie mehrheitlich mit „Kaufen“ oder „Stark kaufen“. Die Frage ist: Wird das Stablecoin-Geschäft schon erste Spuren in den Büchern hinterlassen?