Fluence Energy hat am Dienstag eine neue Version seines Großspeichers Smartstack vorgestellt. Das System liefert statt 7,5 nun 10 Megawattstunden Kapazität – und das auf derselben Grundfläche. Möglich macht das eine neu gestaltete Pod-Struktur, die die Energiedichte auf rund 680 Megawattstunden pro Acre steigert.

Das Unternehmen verspricht Einsparungen bei den Nebenkosten von bis zu 40 Prozent. Der Speicher hat die Großbrandprüfung bestanden und setzt auf eine gekammerte Bauweise, die thermische Ausbreitung begrenzen soll. Verfügbar ist das System für Laufzeiten von zwei bis acht Stunden. Steuern lässt es sich über die hauseigene Fluence-OS-Software.

Siemens setzt auf Fluence

Die Technologie findet sich bereits in konkreten Projekten wieder. Siemens hat den Smartstack in ein Referenzdesign für eine KI-Fabrik von Nvidia aufgenommen. Die Anlage in der Größenordnung von 103 Megawatt zeigt: Fluence steht im Zentrum des wachsenden Marktes für KI-Infrastruktur.

Der Markt goutiert das allerdings anders.

Kurs unter Druck

Die Aktie fiel am Dienstag um 7,23 Prozent auf 17,44 Euro. Der Grund: ein breiter Ausverkauf im Bereich elektrischer Ausrüstung und Strominfrastruktur. Anleger nahmen Gewinne mit. Auf Jahressicht steht Fluence dennoch 242 Prozent höher. Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch von 28,30 Euro beträgt rund 38 Prozent. Seit Jahresbeginn notiert der Wert gut elf Prozent im Minus.

Die technischen Signale bleiben gemischt. Der RSI von 44,2 deutet auf eine neutrale Verfassung hin. Der Kurs liegt knapp über dem 50-Tage-Durchschnitt von 17,04 Euro.

Die neue Speichergeneration ist ein klares Signal, dass Fluence technologisch mithält. Ob das reicht, um den Abwärtstrend der vergangenen Wochen zu brechen, dürfte sich zeigen, sobald die nächsten Auftragseingänge aus der KI-Infrastruktur bekannt werden.