Fortescue Aktie: Risikoeinschätzungen aktuellen

Die Übernahme von Alta Copper durch Fortescue wird geprüft, während das erste KI-gesteuerte Windkraftwerk des Konzerns in Australien ans Netz geht. Das Eisenerzgeschäft bleibt stabil.

Fortescue Aktie
Kurz & knapp:
  • Kanada prüft Übernahme des Kupferproduzenten Alta Copper
  • Erste KI-gesteuerte Windturbine in Australien in Betrieb
  • Eisenerz-Lieferungen im Dezemberquartal leicht gestiegen
  • Chinesische Nachfrage könnte Preise unter Druck setzen

Die Übernahme des kanadischen Kupferproduzenten Alta Copper durch Fortescue gerät ins Stocken. Die kanadische Regierung hat das Geschäft einer erweiterten Prüfung unter dem Investment Canada Act unterzogen. Das bedeutet: Bis zum 5. März 2026 kann der zuständige Minister noch eine vollständige nationale Sicherheitsprüfung anordnen – oder grünes Licht geben.

Alta Copper hatte am 22. Januar 2026 mitgeteilt, dass Fortescues Tochtergesellschaft Nascent Exploration eine entsprechende Mitteilung vom Director of Investments erhalten hat. Der Minister benötigt mehr Zeit, um eine Entscheidung zu treffen. Eine formelle Sicherheitsprüfung wurde bislang nicht angeordnet, doch die Unsicherheit bleibt. Sollten alle Bedingungen erfüllt werden, rechnet Alta Copper mit einem Abschluss im März 2026.

Warum ist das Cañariaco-Projekt so begehrt?

Im Zentrum des Deals steht das Cañariaco-Kupferprojekt im Norden Perus – eine der größten Kupferlagerstätten Amerikas, die nicht von einem Bergbau-Major kontrolliert wird. Das 91 Quadratkilometer große Areal umfasst zwei bedeutende Vorkommen und liegt 102 Kilometer nordöstlich der Stadt Chiclayo. Fortescue will sich damit Zugang zu kritischen Rohstoffen für die Energiewende sichern.

Doch während die Kupfer-Ambitionen auf Eis liegen, macht Fortescue bei der eigenen Dekarbonisierung Tempo. Am 21. Januar 2026 ging die erste KI-gesteuerte Windturbine von Envision Energy für das Nullagine Wind Project in der Pilbara-Region ans Netz – ein Meilenstein für Fortescues Real Zero-Strategie.

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KI-Windräder in der Wüste

Das Projekt umfasst 17 Envision EN182-Turbinen mit je 7,8 Megawatt Leistung. Besonderheit: Die Anlagen wurden speziell für die rauen Bedingungen im Bergbau und Wüstenklima Australiens entwickelt. Mit einer Nabenhöhe von 188 Metern setzen sie einen globalen Maßstab für Onshore-Windkraft.

Herzstück der Turbinen ist Envisions neu vorgestelltes Dubhe Energy Foundation Model – laut Hersteller das weltweit größte Physical AI-System für Energiemanagement. Die Technologie analysiert Echtzeit-Energiedaten und orchestriert erneuerbare Erzeugung, Speicherung und Nachfrage. Das Ziel: Kosten nahe null und eine Skalierbarkeit, die mit dem Energiehunger der KI-Ära Schritt hält.

„Die Netzanbindung beweist die Leistungsfähigkeit unseres Physical AI-Ansatzes“, erklärte Kane Xu, Senior Vice President bei Envision Energy. Dino Otranto, Chef von Fortescue Metals and Operations, betonte: „Wind liefert neben Solar und Batterien die zuverlässige, kostengünstige Energie, die wir brauchen, um unsere Lkw-Flotten, Bohrer und Verarbeitungsanlagen zu elektrifizieren.“

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Eisenerz-Geschäft läuft stabil

Im Kerngeschäft lieferte Fortescue im Dezemberquartal 50,5 Millionen Tonnen Eisenerz aus – ein Plus von 2 Prozent im Jahresvergleich. Die Gesamtförderung sank allerdings leicht um 1 Prozent auf 61,4 Millionen Tonnen. Während die Hämatit-Produktion um 8 Prozent zurückging, legte das Iron Bridge-Projekt in der Pilbara um beeindruckende 71 Prozent zu und erreichte 9,4 Millionen Tonnen.

Die Produktionskosten für Hämatit stiegen um 5 Prozent auf 19,10 US-Dollar je Tonne. Für 2026 bestätigte Fortescue seine Prognose: Eisenerz-Lieferungen zwischen 195 und 205 Millionen Tonnen, Iron Bridge soll 10 bis 12 Millionen Tonnen beisteuern. Die Hämatit-Kosten sollen trotz des jüngsten Anstiegs bei 17,50 bis 18,50 Dollar je Tonne landen.

Doch ein Schatten liegt über dem Markt: Rivale BHP warnte, dass chinesische Käufer niedrigere Preise durchsetzen – ein Trend, der auch Fortescue treffen dürfte. Chinas Eisenerz-Lagerbestände steigen 2025 kontinuierlich und verschaffen Peking mehr Verhandlungsmacht bei künftigen Lieferungen.

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