Fresenius treibt die Neuaufstellung seiner operativen Einheiten konsequent voran. Mit dem Vollzug der vollständigen Übernahme der Biosimilars-Plattform mAbxience sicherte sich der Gesundheitskonzern die alleinige Kontrolle über diesen Wachstumsbereich. Der Schritt markiert einen weiteren Baustein in der strategischen Ausrichtung des Konzerns.
Vollzug der mAbxience-Übernahme
Am 30. September vollzog das Unternehmen die Übernahme der verbleibenden 45 Prozent an mAbxience von Insud Pharma S.L. und Invim Corporativo, S.L. Die Gesamtgegenleistung beläuft sich auf bis zu 750 Millionen Euro. Darin enthalten ist eine bedingte Zahlung von 50 Millionen Euro nach erfolgreichen Zulassungen von Produktionsstätten.
Nach Unternehmensangaben soll sich der Erwerb der Plattform ab dem Vollzug unmittelbar positiv auf das bereinigte Ergebnis je Aktie auswirken. Fresenius hält nach dem Vollzug nun 100 Prozent an mAbxience und steuert die Biosimilars-Aktivitäten damit vollständig in Eigenregie.
Investitionen in europäische Produktionsstandorte
Parallel zum Zukauf stärkt die Konzerntochter Fresenius Kabi ihre eigene Fertigungsinfrastruktur. Am 25. September meldete der Konzern Investitionen in Höhe von insgesamt 54 Millionen Euro an zwei europäischen Standorten. Das Vorhaben umfasst eine neue Produktionslinie für Infusionslösungen im polnischen Kutno sowie den Ausbau der Produktions- und Lagerinfrastruktur im italienischen Isola della Scala.
Fresenius Kabi kündigte die Erweiterung europäischer Produktionskapazitäten an, um die Widerstandsfähigkeit der Gesundheitsversorgung gezielt zu unterstützen. Zugleich stehen im Klinikbereich strukturelle Anpassungen an. Zum 1. Januar 2027 sollen konzerninterne Krankenhausdienstleistungen für Helios in die Helios Kliniken GmbH integriert werden, wobei rund 1.700 Beschäftigte von Fresenius Health Services mit ihren Servicegesellschaften wechseln.
Für das Klinikgeschäft zeichnen sich zudem veränderte finanzielle Rahmenbedingungen ab. Wie Fresenius am 16. September mitteilte, wird der Veränderungswert für die Krankenhaus-Kostenerstattung 2027 bei 4,85 Prozent erwartet. Die zugrunde liegende Grundlohnrate war am 15. September festgelegt worden.
Kursentwicklung und anstehende Quartalszahlen
Am gestrigen Dienstag schloss die Fresenius-Aktie bei 43,66 Euro, was einem Tagesrückgang von 1,0 Prozent entspricht. Seit Jahresanfang summiert sich das Minus im Kurs auf 11 Prozent.
Michael Sen erwarb am 8. September im Rahmen einer Directors’-Dealings-Meldung 4.612 Aktien zu einem Preis von je 42,70 Euro. Den nächsten regulären Einblick in die operative Geschäftsentwicklung erhalten die Kapitalmärkte am 4. November 2026 mit der Veröffentlichung der Ergebnisse für das dritte Quartal.
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