Die Aktien von Fujikura haben am Montag ein spektakuläres Comeback gefeiert. Der Kurs schoss um gut 14 Prozent nach oben. Damit erreichte das Papier sein tägliches Preislimit an der Tokioter Börse. Der rasante Anstieg zeigt die anhaltende Dominanz des KI-Themas.
Der Kurssprung passierte an einem historischen Handelstag. Der japanische Leitindex Nikkei überwand erstmals die Marke von 65.000 Punkten. Auch der breiter gefasste TOPIX markierte einen neuen Rekordstand.
In diesem starken Umfeld stach Fujikura mit extrem hohen Umsätzen heraus. Mehr als 60 Millionen Aktien wechselten den Besitzer. Das entspricht einem Handelsvolumen von knapp 323 Milliarden Yen. Käufer stürzten sich gezielt auf Werte aus den Bereichen Halbleiter und elektronische Komponenten.
Rechenzentren als Wachstumstreiber
Ein Blick auf die jüngsten Geschäftszahlen erklärt den Optimismus. Im abgelaufenen Geschäftsjahr steigerte Fujikura den Umsatz um gut 20 Prozent. Der Nettogewinn kletterte sogar um 72 Prozent auf rund 157 Milliarden Yen.
Den Löwenanteil dazu steuerte die Telekommunikationssparte bei. Hier profitiert der Konzern massiv vom Ausbau der Rechenzentren. Hochdichte Glasfaserkabel und optische Steckverbindungen sind für die Verbreitung generativer Künstlicher Intelligenz unverzichtbar.
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Ambitionierte Bewertung
Für das bis März 2027 laufende Geschäftsjahr rechnet das Management mit weiterem Wachstum. Der operative Gewinn soll auf 211 Milliarden Yen steigen. Der Nettogewinn dürfte jedoch leicht schrumpfen. Diese gemischte Prognose sorgt bei Investoren für Diskussionen.
Kein Wunder. Die Bewertung der Aktie ist hoch. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt bei fast 59. Die Marktkapitalisierung kratzt an der Marke von zehn Billionen Yen.
Trotz des jüngsten Kurssprungs notiert das Papier noch deutlich unter seinem Jahreshoch. Nach dem scharfen Abverkauf Mitte Mai testen Käufer nun das nächste Level. Solange der Markt die hohen Aufschläge für KI-Profiteure akzeptiert, bleibt das Aufwärtsmomentum intakt.
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