Die Gabler Group hat Post von einer europäischen Marine bekommen — ein Auftrag über rund 17 Millionen Euro. Das gab der Spezialist für Unterwassertechnologie am 1. Juli 2026 bekannt. Geliefert werden Produkte und Modernisierungen für bestehende Marinesysteme. Die Projektlaufzeit: rund zwei Jahre. Erste Umsätze soll es noch im laufenden Geschäftsjahr geben.

Neuer Großauftrag nach Juni-Deal

Erst im Juni hatte Gabler rund sechs Millionen Euro für Unterwasserkommunikation mit einer europäischen Marine verbucht. Der neue Auftrag bestätigt den Trend: Maritime Sicherheit ist ein Wachstumsfeld. Details zum Kunden oder Projektumfang gibt es nicht — vertragliche Vertraulichkeit. Mit einem Auftragsbestand von 376,8 Millionen Euro (Stand: 31. März 2026) sitzt Gabler auf einem dicken Polster.

Das Unternehmen liefert hoistable Masten und Kontrollsysteme für konventionelle U-Boote. Über 250 Kunden weltweit, darunter 25 Seestreitkräfte. Der Verteidigungssektor bleibt die zentrale Umsatzquelle.

Aktie unter Druck — trotz guter Perspektive

Die Aktie notiert bei 36,80 Euro, ein Plus von 0,55 Prozent zum Vortag. Das ändert nichts am Gesamtbild: Über sieben Tage sind es minus 4,17 Prozent, über 30 Tage minus 16,36 Prozent. Das 52-Wochen-Hoch bei 52,80 Euro (März 2026) liegt weit entfernt. Der RSI von 32,7 signalisiert eine leichte Überverkauftheit. Der 50-Tage-Durchschnitt bei 40,76 Euro bleibt außer Reichweite.

Für 2026 plant Gabler mit einem Umsatz zwischen 69 und 71 Millionen Euro. Das bereinigte EBIT soll bei 17 bis 19 Millionen Euro liegen. Die Netto-Liquidität von rund 38 Millionen Euro soll organisches Wachstum und mögliche Zukäufe finanzieren. Ein wichtiger Termin für Anleger: die Halbjahreszahlen im August 2026.