Der US-Konzern General Mills leitet eine personelle und satzungsrechtliche Neuordnung ein. Das Unternehmen bereitet sich damit auf das kommende Geschäftsjahr vor. Anleger reagierten am Markt mit verhaltener Zuversicht auf die Beschlüsse.
Führungswechsel zum Jahreswechsel
An der Spitze des Lebensmittelherstellers kommt es zu einer geordneten Übergabe. Das Unternehmen ernannte am Mittwoch die bisherige Chief Operating Officer Dana McNabb zur neuen Vorstandsvorsitzenden. Sie folgt auf Jeff Harmening, der die operative Führung abgibt. Harmening übernimmt zeitgleich die Funktion des Executive Chair im Verwaltungsrat.
Beide Personalentscheidungen werden zum 1. Januar 2027 wirksam. Mit diesem Schritt setzt der Konzern auf Kontinuität in der Führungsmannschaft. McNabb verantwortet bislang das operative Tagesgeschäft und soll die künftige Ausrichtung steuern.
Am Kapitalmarkt bewegte sich die Notierung zuletzt stabil. Die Aktie von General Mills schloss am Freitag bei 28,44 Euro. Das entsprach an diesem Tag einem Zuwachs von 1,0 Prozent.
Neue Regeln für Aktionärsklagen
Neben den Personalien vollzog die Gesellschaft formelle Anpassungen in ihrer Verfassung. Die Aktionäre stimmten am Dienstag entsprechenden Satzungsänderungen zu. Diese traten am Donnerstag in Kraft.
Die Neuregelung sieht vor, dass bestimmte Führungskräfte von Haftungsansprüchen freigestellt werden können. Zudem müssen Klagen, die sich auf das US-Wertpapiergesetz beziehen, künftig vor Bundesbezirksgerichten verhandelt werden. Das Unternehmen stärkt damit den rechtlichen Schutz seines Managements und bündelt gerichtliche Auseinandersetzungen an zentralen Instanzen.
Parallel beschloss das Unternehmen am Dienstag eine Dividende für das laufende Quartal. Die Ausschüttung beträgt 0,61 $ je Anteilsschein. Ausgezahlt wird der Betrag am 2. November an jene Aktionäre, die zum Stichtag am 13. Oktober im Register eingetragen sind.
Markteinschätzungen und Geschäftslage
Die Analystenlandschaft bleibt bezüglich der weiteren Entwicklung vorsichtig gestimmt. Am 24. September hob das Analysehaus TD Cowen sein Kursziel von 32 $ auf 33 $ an und behielt die Einstufung auf „Hold“ bei. Sanford C. Bernstein bekräftigte am selben Tag die Einstufung „Underperform“ mit einem Ziel von 30 $.
Die jüngsten operativen Kennziffern verdeutlichen die anhaltenden Herausforderungen im Konsumgütersektor. Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2027 belief sich der Nettoumsatz auf 4,4 Milliarden $, was einem Rückgang um 3 Prozent entsprach. Organisch verharrten die Erlöse auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Das bereinigte verwässerte Ergebnis je Aktie betrug 0,75 $ und sank damit währungsbereinigt um 13 Prozent.
Vor gut drei Wochen bekräftigte General Mills die Finanzziele für das gesamte Geschäftsjahr 2027. Seither verzeichnete der Kurs ein Minus von 8,2 Prozent. Auf Jahressicht notiert das Wertpapier seit Jahresanfang 29 Prozent im Minus.
General Mills-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue General Mills-Analyse vom 4. Oktober liefert die Antwort:
Die neusten General Mills-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für General Mills-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 4. Oktober erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
General Mills: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

