Die Gerüchteküche brodelt: Glencore und Rio Tinto verhandeln erneut über einen möglichen Zusammenschluss. Bestätigt wurde dies am Donnerstag von Glencore selbst – ein Novum, das die Ernsthaftigkeit der Gespräche unterstreicht. Sollte der Deal zustande kommen, würde der weltgrößte Bergbaukonzern entstehen. Doch was steckt wirklich dahinter?
Schon 2014 gescheitert – diesmal anders?
Die beiden Schwergewichte der Rohstoffbranche sind keine Unbekannten, wenn es um Fusionsgespräche geht. Bereits 2014 hatte Glencore ein Angebot vorgelegt, das Rio Tinto jedoch ablehnte. Nun nehmen beide Seiten einen neuen Anlauf. Laut Mitteilung des Schweizer Konzerns könnte die Fusion über einen Aktientausch vollzogen werden. Die Marktkapitalisierung von Glencore liegt bei rund 67,44 Milliarden US-Dollar, während Rio Tinto mit etwa 145,32 Milliarden Dollar mehr als doppelt so wertvoll ist.
Die Börse reagierte prompt: Die Glencore-Aktie sprang am Donnerstag zunächst um rund sechs Prozent nach oben, während Rio Tinto unter Druck geriet und in Sydney um 6,2 Prozent nachgab. Offenbar fürchten Investoren, dass Rio Tinto zu viel für den kleineren Konkurrenten bezahlen könnte.
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Kohle-Problem für australische Aktionäre
Ein zentrales Hindernis für die Fusion dürfte Glencores Kohlegeschäft sein. Analysten gehen davon aus, dass dieser Bereich veräußert werden müsste, um die Zustimmung der australischen Rio-Tinto-Aktionäre zu gewinnen. Rio Tinto hat sich in den vergangenen Jahren klar auf Eisenerz, Kupfer, Aluminium und Lithium fokussiert – ein übersichtliches Portfolio. Die Integration weiterer Geschäftsbereiche würde dieses Bild verwässern.
„Es müssten erhebliche Synergien erzielt werden, um diese Verwässerung auszugleichen“, so ein kritischer Kommentar aus dem Handel. Die Frage lautet also: Können die beiden Konzerne genug Kosten einsparen und Umsatzpotenziale heben, um den Deal zu rechtfertigen?
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Nervöse Konkurrenz
Während Rio Tinto und Glencore ins Visier nehmen, profitierte die Konkurrenz. BHP-Aktien legten in Sydney um 0,8 Prozent zu – ein Zeichen dafür, dass Marktteilnehmer eine Verschiebung der Kräfteverhältnisse im Bergbausektor erwarten.
Noch befinden sich die Gespräche in einem frühen Stadium. Ob tatsächlich eine Einigung erzielt wird, bleibt abzuwarten. Fest steht jedoch: Die Verhandlungen haben das Potenzial, die globale Rohstofflandschaft grundlegend zu verändern.
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