Glencore Aktie: Umsatzentwicklung kommentiert

Ein Arbeitskampf an einer Kupferraffinerie trifft Glencore zu einem kritischen Zeitpunkt. Der Konzern treibt gleichzeitig den Verkauf einer Kasachstan-Beteiligung voran und schüttet Kapital an Aktionäre aus.

Glencore Aktie
Kurz & knapp:
  • Arbeitsniederlegung an australischer Kupferraffinerie
  • Ambitionierte Kupferproduktionsziele bis 2035
  • Verkauf der Kazzinc-Beteiligung in Kasachstan
  • Kapitalrückgabe von rund zwei Milliarden Dollar

Ein fast einjähriger Lohnstreit an Glencores Kupferraffinerie im australischen Townsville ist eskaliert. Ausgerechnet jetzt, wo der Bergbaukonzern Kupfer zum Kern seiner Wachstumsstrategie erklärt hat.

Vier Stunden Stillstand – mit Ansage

Mitglieder der Australian Workers‘ Union legten am Freitag für vier Stunden die Arbeit nieder, bevor der Betrieb wieder aufgenommen wurde. Die Gewerkschaft wirft Glencore vor, keine Lohnerhöhung anzubieten, die mit den gestiegenen Lebenshaltungskosten mithalten kann. Weitere Arbeitskampfmaßnahmen schloss die AWU ausdrücklich nicht aus.

Glencore seinerseits verweist darauf, dass die Raffinerie trotz staatlicher Fördermittel voraussichtlich weiterhin Verluste schreiben wird — ein Argument, das die Verhandlungsposition des Konzerns erklärt, aber kaum zur Entspannung beiträgt.

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Ambitionen unter Druck

Das Timing ist ungünstig. Glencore hat sich das Ziel gesetzt, bis Ende 2028 eine annualisierte Kupferproduktion von einer Million Tonnen zu erreichen — langfristig sogar 1,6 Millionen Tonnen bis 2035. Ob ein anhaltender Arbeitskampf in Townsville diese Pläne ernsthaft gefährdet, hängt vor allem davon ab, wie schnell beide Seiten eine Einigung finden.

Die Jahreszahlen 2025 lieferten derweil ein gemischtes Bild: Das bereinigte EBITDA sank um sechs Prozent auf 13,5 Milliarden US-Dollar, wobei niedrigere Kohlepreise die Hauptlast trugen. Das zweite Halbjahr übertraf das erste allerdings um 49 Prozent — ein Zeichen, dass sich die operative Dynamik gegen Jahresende spürbar verbessert hat.

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Portfolioumbau und Kapitalrückgabe

Parallel zur Situation in Australien treibt Glencore den Verkauf seiner 70-Prozent-Beteiligung am kasachischen Zink- und Goldproduzenten Kazzinc voran. Der potenzielle Deal mit dem lokalen Unternehmer Shakhmurat Mutalip wird auf vier bis 4,5 Milliarden US-Dollar geschätzt. Kazzinc erzielte 2025 einen Umsatz von 5,1 Milliarden US-Dollar und einen Nettogewinn von 774 Millionen US-Dollar.

An die Aktionäre schüttet Glencore insgesamt rund zwei Milliarden US-Dollar aus — 17 Cent je Aktie in zwei Tranchen im Juni und September. Zusätzlich wurden zuletzt Aktien im Wert von 890 Millionen US-Dollar zurückgekauft.

Die Aktie notiert knapp unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 6,13 Euro und hat seit Jahresbeginn rund 28 Prozent zugelegt. Die Hauptversammlung, auf der Anleger die strategische Richtung kommentieren können, findet am 28. Mai 2026 statt.

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