GoPro verlässt seine angestammte Nische. Der Pionier der Action-Kameras drängt mit neuer Hardware in das Profi-Segment und sucht den Einstieg in die Rüstungsindustrie. Anleger reagierten in einer turbulenten Handelswoche nervös auf diesen weitreichenden Strategiewechsel.

Angriff auf den Kinomarkt

Das Unternehmen hat die neue Serie Mission 1 vorgestellt. Damit greift GoPro den Markt für kompakte Kinokameras an und zielt auf professionelle Filmemacher. Für Abonnenten startet der Preis bei 499 US-Dollar. Die Serie erhielt auf der Branchenmesse bereits drei Innovationspreise.

Expansion in die Verteidigungsindustrie

GoPro blickt über den Konsumgütermarkt hinaus. Die Unternehmensführung hat die Beratungsfirma Oliver Wyman beauftragt. Ziel ist der Markteintritt in die Bereiche Verteidigung und Luftfahrt. Hierbei will der Konzern seine Patente für Bildstabilisierung und Horizontausgleich nutzen. Diese Diversifizierung soll den Wert der Technologie langfristig absichern.

Kurs unter Druck

Die Aktie verlor in der vergangenen Woche rund 14 Prozent an Wert. Am Freitag schloss das Papier bei 1,00 Euro. Damit summiert sich das Minus seit Jahresbeginn auf rund 19 Prozent.

Der Abstand zum bisherigen Jahreshoch von 2,44 Euro bleibt mit fast 59 Prozent erheblich. Parallel dazu liegt der Relative-Stärke-Index bei einem neutralen Wert von 44.

Die Stabilisierung an der Ein-Euro-Marke gilt als wichtiges Signal für die kommenden Wochen. Der Markt wartet nun auf die Verkaufszahlen der neuen Kameraserie im laufenden Quartal. Fortschritte bei den geplanten Regierungsaufträgen könnten die hohe Volatilität von aktuell 132 Prozent dämpfen.