Graphite One treibt den Aufbau einer US-Lieferkette für Graphit voran. Mit neuen Details zum Standort in Ohio und einem angepassten Zeitplan in Alaska meldet sich das Unternehmen zurück. Die Marktreaktion fiel am Montag deutlich aus.

Expansion in Ohio

In Conneaut, Ohio, erreicht die geplante Anlage für Anodenmaterial die Ausführungsphase. Ein Ingenieurbüro optimiert derzeit die Produktionssysteme für den kommerziellen Betrieb. Das Management schloss dazu im Juni 2026 den entsprechenden Vertrag ab.

Die Ziele sind ambitioniert. Bis zum vierten Quartal 2027 soll die jährliche Produktion bei 10.000 Tonnen liegen. Eine Ausweitung auf die volle Kapazität plant das Unternehmen für Ende 2028.

Sicherheit in Alaska

In Alaska schlägt Graphite One beim Flaggschiff-Projekt Graphite Creek einen neuen Weg ein. Das Genehmigungsverfahren wechselt in eine umfassendere Umweltverträglichkeitsprüfung (EIS). Das geschah in enger Abstimmung mit den US-Behörden.

Dieser Schritt soll die Akzeptanz lokaler Gemeinschaften stärken. CEO Anthony Huston sieht darin eine langfristige Absicherung gegen regulatorische Risiken. Der Produktionsstart der Mine bleibt für das Jahr 2029 geplant.

Markt und Finanzen

Die US-Geologiebehörde führt Graphite Creek als größte bekannte Graphit-Ressource des Landes. Das macht das Projekt strategisch wertvoll. Bisher decken die USA ihren Graphit-Bedarf vollständig über Importe.

An der Börse sorgten die Neuigkeiten für ein Kursplus von 6,69 Prozent auf 0,64 Euro. Im Jahresvergleich steht die Aktie allerdings massiv unter Druck. Sie notiert rund 45 Prozent unter dem Wert vom Jahresanfang.

Als nächster Meilenstein gilt die Sicherung der Projektfinanzierung. Ohne frisches Kapital lassen sich die Bauphasen in Ohio und Alaska nicht umsetzen. Die kommenden Monate entscheiden über das Tempo der Expansion.