Das Graphit-Projekt in Alaska bekommt eine neue Dimension. Graphite One rückt zunehmend kritische Mineralien in den Fokus und bereitet ein umfassendes Testprogramm für 2026 vor. Die geplante Zusammenarbeit mit einem nationalen US-Laboratorium zielt auf die Extraktion von Seltenen Erden ab.

Unabhängige Laboruntersuchungen lieferten zuvor vielversprechende Resultate. Im künftigen Abbaugebiet lagern erhöhte Konzentrationen von Magnet- und schweren Seltenen Erden. Letztere machen rund 85 Prozent der identifizierten Vorkommen aus.

Konkrete Messungen zeigen folgende spezifische Mineralienkonzentrationen:
* Dysprosium: 32 bis 63 ppm
* Yttrium: 198 bis 427 ppm
* Scandium: 84 bis 141 ppm

Das Management plant, die Gewinnung dieser Mineralien in die frühen Phasen des Graphitabbaus zu integrieren. Diese Diversifikation soll die heimische Lieferkette für kritische Mineralien stärken.

Zeitplan für die Genehmigung

Parallel dazu läuft der Genehmigungsprozess für das Hauptprojekt weiter. Unter dem bundesstaatlichen FAST-41-Programm steuert Graphite One auf eine behördliche Entscheidung zu. Als Zieldatum gilt der 29. September 2026. Die US-Armeeingenieure leiten die aktuelle Umweltprüfung. Das FAST-41-Programm sorgt dabei für einen koordinierten Zeitplan aller beteiligten US-Behörden.

Kapital für diese Vorhaben sicherte sich das Unternehmen kürzlich über eine öffentliche Platzierung. Diese spülte 35 Millionen Kanadische Dollar in die Kasse. Das Geld fließt in die Minenentwicklung in Alaska sowie in eine geplante Produktionsanlage in Ohio. Obendrein existieren unverbindliche Absichtserklärungen der US-Export-Import-Bank. Diese stellen eine Finanzierung von gut zwei Milliarden US-Dollar in Aussicht.

Hohe Volatilität prägt den Handel

An der Börse reagieren Investoren auf die strategische Ausweitung bisher verhalten. Die Aktie notiert aktuell bei 0,76 Euro und verzeichnet damit seit Jahresbeginn ein Minus von gut 35 Prozent. Der Titel bleibt damit weit vom 52-Wochen-Hoch entfernt.

Kurzfristig zeigt der Trend leicht nach oben. Ein RSI von 61,8 signalisiert ein gewisses Aufwärtsmomentum, während die hohe Volatilität von 60 Prozent das spekulative Profil unterstreicht. Bis zur behördlichen Entscheidung im Herbst 2026 bleibt der Newsflow aus den anlaufenden Testprogrammen der zentrale Kurstreiber für die Aktie.