Graphite One hat am Montag einen Entwicklungsauftrag der Defense Logistics Agency für seine vollständig kontrollierte US-Tochter Graphite One (Alaska) Inc. bekanntgegeben. Das Programm soll heimische Kohlenstoffmaterialien aus der Lagerstätte Graphite Creek für das Wärmemanagement bei hohen Temperaturen in Verteidigungsanwendungen entwickeln und bewerten. Den Auftragswert hat das Unternehmen nicht veröffentlicht.
Forschungspartner unterstützt die Entwicklung
Nach Angaben von Graphite One wird das Idaho National Laboratory gemeinsam mit technischen Beratern an den Arbeiten mitwirken. Gegenstand ist die Prüfung fortschrittlicher Kohlenstoffmaterialien auf ihre Eignung für diese Anwendungen.
Graphite One hob bereits am 19. Oktober die strategische Bedeutung von Graphite Creek für die Graphitversorgung der USA hervor. Das Unternehmen verwies dabei auf einen Meinungsbeitrag der früheren Vertreterin des Weißen Hauses, Victoria Coates, vom 16. Oktober. Darin bezeichnete sie das Projekt als mögliche heimische Rohstoffquelle.
Das Unternehmen plant eine inländische Graphitlieferkette von Alaska bis Ohio. Diese Strategie steht weiterhin unter dem Vorbehalt der Projektfinanzierung.
Umweltprüfung mit konkreten Zielterminen
Für das vorgeschlagene Minenprojekt läuft unterdessen die Umweltprüfung des U.S. Army Corps of Engineers. Medienberichten vom 22. Oktober zufolge erfolgt sie in Form einer umfassenden Umweltverträglichkeitsstudie, eines sogenannten Environmental Impact Statement.
Dem Bericht zufolge würden nach dem Projektvorschlag 387 Acres Feuchtgebiete dauerhaft zerstört und weitere 140,7 Acres vorübergehend beeinträchtigt. Ein Medienbericht vom 15. Oktober beschrieb zudem lokalen Widerstand sowie die Einholung öffentlicher Stellungnahmen durch die Behörde.
Das U.S. Army Corps of Engineers strebt dem jüngeren Bericht zufolge den Abschluss der endgültigen Umweltverträglichkeitsstudie am 10. September 2027 an. Die Entscheidung ist für den 24. September 2027 vorgesehen.
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