Graphite One hat gestern einen Entwicklungs- und Evaluierungsauftrag der Defense Logistics Agency bekannt gegeben. Empfänger ist nach Unternehmensangaben die vollständig im Besitz von Graphite One befindliche US-Tochtergesellschaft Graphite One (Alaska) Inc. Die Aktie steigt heute um 2,2 % auf 0,4905 €.
Auftrag für heimische Kohlenstoffmaterialien
Das Programm richtet sich auf fortschrittliche Kohlenstoffmaterialien aus heimischen Vorkommen für das Wärmemanagement bei hohen Temperaturen im Verteidigungsbereich. Dabei sollen Materialien aus dem Graphite-Creek-Vorkommen entwickelt und bewertet werden. Graphite One nennt damit einen konkreten Anwendungsbereich für das Material: den Umgang mit hohen thermischen Belastungen bei Verteidigungsanwendungen.
Bei der Umsetzung arbeitet die Tochtergesellschaft nach Angaben von Graphite One mit dem Idaho National Laboratory und technischen Beratern zusammen. Der Auftrag umfasst sowohl die Entwicklung als auch die Evaluierung der Materialien. Einen finanziellen Wert des Auftrags veröffentlichte das Unternehmen nicht.
Graphite Creek und die US-Lieferkette
Bereits am 19. Oktober hatte Graphite One die mögliche strategische Bedeutung von Graphite Creek für die Graphitversorgung der USA hervorgehoben. Das Unternehmen verwies dabei auf einen Meinungsbeitrag von Victoria Coates vom 16. Oktober. Coates wird als frühere Mitarbeiterin des Weißen Hauses bezeichnet.
Im Mittelpunkt dieses Unternehmenskommentars standen die Rolle des Projekts und die geplante heimische Graphitlieferkette. Graphite One ordnete Graphite Creek damit in die Diskussion über die Versorgung der USA mit Graphit ein.
Daneben war Graphite One für einen Auftritt beim Kinvestor Day 2026 vorgesehen. Die am 20. Oktober von Kin Communications angekündigte Tagesordnung führte das Unternehmen als Präsentationsteilnehmer auf. Die virtuelle Investorenkonferenz war für den 22. Oktober angesetzt; die Ankündigung des Programms stammte vom Veranstalter.
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