Ein einziger Beschluss in Washington verändert die Perspektive für den Bergbau in Nord-Minnesota. Präsident Donald Trump hat ein 20 Jahre altes Moratorium aufgehoben. Das öffnet über 225.000 Hektar im Superior National Forest wieder für die Rohstoffförderung. Das Gesetz gilt als unumkehrbar. Für Entwickler im Duluth-Komplex fällt damit die größte regulatorische Hürde.

Green Bridge Metals profitiert direkt von dieser Entwicklung. Das Kupfer-Nickel-Projekt Serpentine liegt mitten im Mesabi-Distrikt. Das Management plant dort für das zweite Halbjahr 2026 ein erstes Bohrprogramm. Das Team bohrt voraussichtlich über rund 2.500 Meter. Das Ziel: Die Ressource bestätigen und auf Metalle wie Kobalt prüfen. Eine erste wirtschaftliche Bewertung soll in 18 Monaten vorliegen.

Warten auf Laborergebnisse

Kurzfristig richten Investoren den Blick auf ein anderes Projekt. Am Titac-South-Deposit hat Green Bridge im Januar drei Bohrungen abgeschlossen. Geologen fanden in den Bohrkernen bereits sichtbare Sulfidmineralisierungen auf breiten Abschnitten. Jetzt liegen die Proben im Labor. Das Unternehmen sucht dort gezielt nach Kupfer. Dieses soll an die bestehende Titan-Ressource gekoppelt sein. Konkrete Gehalte meldet das Management erst nach der Laborprüfung.

Rückenwind vom Kupfermarkt

Das makroökonomische Umfeld stützt die Pläne. S&P Global rechnet in diesem Jahr mit einem durchschnittlichen Kupferpreis von 12.100 US-Dollar pro Tonne. Ein knappes Angebot treibt die Notierungen. Die Aktie von Green Bridge legte auf Jahressicht um 48 Prozent zu. Zuletzt notierte das Papier bei 0,23 Kanadischen Dollar.

Einen regulatorischen Rückschlag hat das Unternehmen indes abgehakt. Nach einer Prüfung durch die Finanzaufsicht in British Columbia beendete Green Bridge ein umstrittenes Investor-Relations-Programm. Die entsprechende Webseite ist offline. Damit rücken die operativen Meilensteine wieder in den Vordergrund. Die ausstehenden Laborergebnisse aus Titac South bilden den nächsten konkreten Auslöser für die Aktie.