Green Bridge Metals war bislang vor allem als Titan-Story bekannt. Das hat sich geändert. Die ersten Bohrergebnisse des Phase-1-Programms am Titac-South-Projekt in Minnesota zeigen ein deutlich breiteres Mineralisierungssystem — mit Kupfer, Vanadiumoxid und Platingruppenelementen neben dem bekannten Titandioxid.
Breite Intervalle, mehrere Metalle
Alle sechs Bohrlöcher des Phase-1-Programms haben Sulfidmineralisierung durchteuft. Die ersten drei Assay-Chargen liefern bemerkenswert breite Intervalle.
Bohrloch TS26-005 ergab 152 Meter mit 0,31 % Kupfer, 13,7 % Titandioxid und 0,15 % Vanadiumoxid. Bohrloch TS26-003 war noch länger: 190 Meter mit 0,30 % Kupfer und 0,13 % Vanadiumoxid. Innerhalb dieses Intervalls sticht ein 14-Meter-Abschnitt mit 0,48 % Kupfer heraus.
Die Mineralisierung ist an sogenannte Oxide Ultramafic Intrusions (OUI) gebunden. Das 3D-Inversionsmodell, das die vorläufigen VTEM-Ergebnisse vom Mai 2025 verfeinert, identifiziert mehrere bislang unbekannte Anomalien. Einige zeigen koinzidente magnetische Hochs und leitfähige Reaktionen — das geophysikalische Muster der bekannten mineralisierten OUIs.
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Drei Bohrlöcher noch ausstehend
Die Assay-Ergebnisse der verbleibenden drei Bohrlöcher fehlen noch. Eines davon ist ein Step-out-Loch, das eine bisher ungetestete geophysikalische Anomalie anpeilt. Diese Ergebnisse entscheiden, ob sich die Mineralisierungshülle lateral ausweitet.
Das ist der nächste konkrete Datenpunkt für die Aktie. Der Kurs liegt aktuell bei 0,12 Euro — rund 44 % unter dem 52-Wochen-Hoch von 0,22 Euro aus dem Februar. Seit Jahresbeginn steht dennoch ein Plus von knapp 90 %.
Serpentine wartet auf Genehmigung
Das strategisch wichtigere Projekt ist Serpentine. Das Kupfer-Nickel-Projekt beherbergt eine abgeleitete Ressource von rund 280 Millionen Tonnen mit 0,37 % Kupfer und 0,12 % Nickel. Hinzu kommt eine angezeigte Ressource von 21,6 Millionen Tonnen mit 0,46 % Kupfer.
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Green Bridge plant für die zweite Jahreshälfte 2026 ein Phase-1-Bohrprogramm mit sechs bis zehn Löchern über insgesamt 2.000 bis 2.500 Meter. Der Betriebsplan liegt beim Minnesota Department of Natural Resources. Eine vorläufige wirtschaftliche Bewertung soll innerhalb von 18 Monaten folgen. Das Unternehmen will außerdem auf Platingruppenmetalle und Kobalt testen — beides könnte die Ressource weiter aufwerten.
Regulatorischer Rückenwind aus Washington
Präsident Trump hat das 20-jährige Bergbaumoratorium für mehr als 225.000 Acres im Superior National Forest dauerhaft aufgehoben. Die neue Gesetzgebung kann von künftigen Regierungen nicht rückgängig gemacht werden. Für Entwickler im Duluth Complex — zu dem beide Projekte gehören — fällt damit das größte regulatorische Hindernis weg.
Die nächsten Wochen bringen zwei entscheidende Weichenstellungen: die ausstehenden Titac-Assays und die DNR-Genehmigung für Serpentine. Beide zusammen werden zeigen, ob das Explorationstempo aus dem frühen 2026 trägt.
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