Green Bridge Metals schlägt einen neuen Weg ein. Der Explorer für kritische Rohstoffe aus Vancouver holt sich erstmals eine Investmentbank ins Boot. Bisher liefen alle Finanzierungsrunden 2025 und 2026 als nicht-vermittelte Privatplatzierungen. Jetzt kommt ein öffentliches Angebot mit institutionellem Underwriter.
Stifel Canada übernimmt das Underwriting
Green Bridge plant ein „Best-Efforts“-Angebot von bis zu 40 Millionen Units zu je 0,125 kanadischen Dollar. Das Unternehmen visiert einen Bruttoerlös von rund 5 Millionen kanadischen Dollar an. Jede Unit besteht aus einer Stammaktie plus einem Warrant, einlösbar zu 0,155 kanadischen Dollar über 36 Monate.
Stifel Canada zeichnet das Angebot. Der Abschluss ist für den 30. Juli 2026 geplant, vorbehaltlich regulatorischer Freigaben durch die Canadian Securities Exchange.
Diese Bankbeteiligung markiert einen Bruch mit der bisherigen Praxis. Erst im Februar 2026 hatte Green Bridge eine Privatplatzierung über 4 Millionen kanadischen Dollar abgeschlossen — ohne Vermittler. Ein institutioneller Underwriter signalisiert nun den Schritt zu einem formaleren Zugang zu den Kapitalmärkten.
Frisches Geld für die Bohrkampagne in Minnesota
Die Finanzierung fällt in eine aktive Phase des Serpentine-Kupfer-Nickel-Projekts in Minnesota. Nach Genehmigung durch die Minnesota DNR startet im August 2026 die erste Bohrphase mit mindestens 1.640 Metern. Foraco International führt die Arbeiten durch. Parallel dazu laufen metallurgische Testreihen, um Verarbeitungswege und Recovery-Raten besser zu verstehen.
Die Ressourcenbasis gibt der Kampagne Substanz. Inferred Resources summieren sich auf 279,9 Millionen Tonnen mit Gehalten von 0,37 Prozent Kupfer, 0,12 Prozent Nickel und 0,007 Prozent Kobalt. Der Indicated-Anteil liegt bei 21,6 Millionen Tonnen, mit höheren Gehalten von 0,46 Prozent Kupfer und 0,16 Prozent Nickel.
Die langfristige Roadmap reicht weit über die aktuelle Bohrsaison hinaus. Eine Firmenpräsentation vom Juni 2026 skizziert eine Infill-Kampagne von 25.500 Metern, zusätzliche Grundwasser-Monitoring-Bohrungen und Ingenieursstudien. Ziel ist eine Preliminary Economic Assessment im Jahr 2027, gefolgt von einer Pre-Feasibility Study 2029.
Aktie tief im überverkauften Bereich
Die Aktie schloss am Freitag bei 0,0700 Euro, ein Tagesplus von 4,17 Prozent. Auf Wochensicht bleibt aber ein Minus von über 20 Prozent stehen. Der Kurs notiert rund 69 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch von 0,2290 Euro vom Februar 2026.
Der 14-Tage-RSI liegt bei 27,9 — ein klares Zeichen für überverkaufte Bedingungen. Eine annualisierte 30-Tage-Volatilität von fast 98 Prozent zeigt, wie stark der Kurs schwankt. Typisch für kleine Explorer, die dilutive Finanzierungen stemmen müssen.
Verwässerung trifft auf Projektfortschritt
Vor dem Deal zählte Green Bridge 231,25 Millionen ausstehende Aktien bei einer Marktkapitalisierung von 18,22 Millionen Euro. Mit bis zu 40 Millionen neuen Aktien plus Warrants wächst die Aktienbasis spürbar. Für Bestandsaktionäre bedeutet das: mehr Anteile am Unternehmen, aber auch mehr Verwässerung pro Aktie.
Für einen Junior-Explorer im umkämpften Kupfermarkt kann ein bankgeführtes Angebot die Aktionärsbasis über die bisherigen Privatanleger hinaus verbreitern. Ob das frische Kapital auch für Kursstabilität sorgt, dürfte sich an den ersten Bohrergebnissen aus Phase 1 zeigen — die Arbeiten in Serpentine beginnen im August.
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