Der Kupferproduzent Gunnison Copper macht ernst. Erst schloss das Unternehmen eine deutlich überzeichnete Kapitalerhöhung im Volumen von rund 34,5 Millionen kanadischen Dollar ab. Nun startet es ein massives Bohrprogramm auf seinem Flaggschiffprojekt in Arizona. Bis zu 120 Bohrlöcher sind geplant — ein klares Signal des Vorstands.
Die jüngste Platzierung umfasste 82,1 Millionen Aktien zu 0,42 kanadischen Dollar je Stück. Die Nachfrage war so hoch, dass die Banken ihre Mehrzuteilungsoption voll ausschöpften. Das Geld fließt direkt in die Weiterentwicklung des Gunnison-Projekts, ergänzt um allgemeine Betriebsmittel. Die Aktie reagiert positiv: Am Freitag notiert der Titel bei 0,27 Euro — ein Plus von gut 15 Prozent.
Bohrer rollen noch im Juni
Das neue Bohrprogramm deckt das gesamte Distrikt ab. Einbezogen ist auch die Satellitenlagerstätte Strong & Harris im Cochise Mining District. Die Verträge mit den Bohrfirmen sind bereits unterschrieben. Die Mobilisierung der Geräte beginnt noch in diesem Monat. Das Ziel: Ressourcen ausbauen, Metallurgie optimieren und Vorräte in höhere Sicherheitsklassen überführen.
Parallel dazu erhielt Gunnison Copper die Zulassung für das Steuerkreditprogramm der Arizona Commerce Authority. Das QFTC-Programm stellt nicht verwässernde, rückzahlbare Steuergutschriften bereit. Der Konzern untermauert damit seine Strategie, Kupfer in den USA zu fördern und zu verarbeiten — inklusive lokaler Arbeitsplätze und Investitionen.
Projektökonomie mit Milliarden-NPV
Das Potenzial des Projekts untermauert eine aktuelle vorläufige Machbarkeitsstudie vom März 2026. Sie weist einen Kapitalwert nach Steuern von rund zwei Milliarden US-Dollar aus. Der interne Zinsfuß liegt bei 23 Prozent, die Amortisationszeit bei 3,9 Jahren. Solche Kennzahlen sind für ein reines Kupferprojekt durchaus attraktiv.
Hinzu kommt eine strategische Kooperation mit Rio Tinto und Amazon Web Services. AWS will Kupfer aus der Johnson Camp Mine abnehmen, das mit der Nuton-Technologie produziert wird. Die endgültige Machbarkeitsstudie ist für die erste Jahreshälfte 2028 angepeilt. Bis dahin sollen auch die behördlichen Genehmigungen für den Tagebau vorliegen.
An der Börse bleibt der Titel dennoch volatil. Das 52-Wochen-Hoch von 0,40 Euro liegt 32 Prozent über dem aktuellen Niveau. Der RSI von 50 deutet auf eine neutrale Marktlage hin. Die annualisierte Volatilität von 75 Prozent zeigt: Hier kann es schnell in beide Richtungen gehen. Die kommenden Bohrergebnisse dürften die nächste Richtung vorgeben.
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