Die Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) bereitet den Abschied vom Parkett vor. Mit der Einberufung der virtuellen Hauptversammlung für Juni rückt der geplante Squeeze-out der verbliebenen Minderheitsaktionäre in greifbare Nähe. Es ist der letzte Akt in einem Prozess, der den Hamburger Traditionskonzern vollständig in die Hände der Stadt und der Reederei MSC führt.
Die Port of Hamburg Beteiligungsgesellschaft SE hält bereits über 95 Prozent der Anteile. Nun soll die Übertragung der restlichen A-Aktien auf der Hauptversammlung offiziell beschlossen werden. Als Barabfindung sind 21,16 Euro je Aktie vorgesehen. Der Betrag basiert auf dem Durchschnittskurs vor der Ankündigung sowie einer unabhängigen Unternehmensbewertung.
Die Aktie wird aktuell mit 21,80 Euro gehandelt. Das entspricht einem Plus von 1,40 Prozent zum Wochenauftakt. Damit notiert der Kurs leicht über dem Abfindungsangebot, während das Papier seit Jahresbeginn insgesamt rund zwei Prozent zulegen konnte.
Neben der neuen Eigentümerstruktur steht ein personeller Wechsel an der Spitze bevor. Finanzvorständin Annette Geiß wird ihr Mandat vertragsgemäß zum Jahresende beenden. Diese Personalie wurde Ende April bekannt und unterstreicht den Wandel, in dem sich das Unternehmen befindet.
Operativ bleibt die Lage anspruchsvoll. Zwar stieg der Umsatz im Geschäftsjahr 2025 nach vorläufigen Zahlen an, allerdings belasteten steuerliche Einmaleffekte den Jahresüberschuss massiv. Geopolitische Spannungen und die unsichere Weltlage fordern das Kerngeschäft der Hafenlogistik parallel dazu kontinuierlich heraus.
Die endgültige Entscheidung über den Squeeze-out fällt auf der virtuellen Hauptversammlung im Juni. Mit der anschließenden Eintragung des Beschlusses ins Handelsregister wird die Maßnahme rechtswirksam. Damit endet die Börsennotierung der HHLA-A-Aktie voraussichtlich im Laufe des Sommers.
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