Der Baustoffkonzern Heidelberg Materials greift in Australien zu und verstärkt seine Position im Pazifikraum erheblich. Für 1,7 Milliarden australische Dollar übernimmt das DAX-Unternehmen das Baustoffgeschäft der Maas Group. Doch gleichzeitig sorgen EU-Pläne zur Klimapolitik für Unruhe bei der Aktie.
Strategische Expansion Down Under
Heidelberg Materials sichert sich mit der Übernahme den führenden Anbieter von Zuschlagstoffen, Transportbeton und Asphalt in den östlichen Bundesstaaten New South Wales, Queensland und Victoria. Das Portfolio umfasst 40 Steinbrüche, 22 Transportbetonwerke, zwei Asphaltwerke sowie eine Recyclinganlage. Mehr als 1.000 Mitarbeiter kommen mit der Transaktion hinzu.
Der Kaufpreis erscheint auf den ersten Blick ambitioniert, doch Vorstandschef Dominik von Achten rechnet fest mit erheblichen Synergien. Nach deren Realisierung entspricht der Deal dem 8,4-fachen des erwarteten Pro-forma-EBITDA in den ersten zwölf Monaten nach Abschluss. „Mit der Akquisition beschleunigen wir unseren Wachstumskurs“, erklärt von Achten. „Wir ergänzen unsere bestehende Marktpräsenz in attraktiven Regionen.“
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Der Abschluss der Transaktion wird für die zweite Jahreshälfte 2026 erwartet. Damit baut Heidelberg Materials seine Stellung in einem wirtschaftlich stabilen und wachsenden Markt systematisch aus.
EU-Klimapolitik als Belastungsfaktor
Während die Übernahme strategisch Sinn ergibt, belastet eine andere Nachricht die Aktie. Laut Handelsblatt plant die EU, die verschärften Klimaschutzmaßnahmen aufzuweichen. Konkret soll der Zugang zu kostenlosen Emissions-Zertifikaten um Jahre verlängert werden.
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Paradoxerweise reagierte die Heidelberg Materials-Aktie darauf negativ. Der Grund: Kostenlose Zertifikate reduzieren den Wert bereits angehäufter CO2-Rechte und mindern den Wettbewerbsvorteil von Unternehmen, die frühzeitig in Klimatechnologien investiert haben. Zudem könnte die Verzögerung strengerer Vorgaben die Nachfrage nach klimafreundlichen Baustoffen dämpfen – ein Segment, in das Heidelberg Materials massiv investiert hat.
Die Entscheidung der EU zeigt, wie politische Rahmenbedingungen unmittelbar auf die Bewertung von Industrieunternehmen durchschlagen. Für Heidelberg Materials bedeutet dies kurzfristig Gegenwind, auch wenn die langfristige Dekarbonisierung der Baubranche unausweichlich bleibt.
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