Heidelberg Materials schlägt gleich auf zwei Feldern zu: Der Baustoffkonzern übernimmt die Mehrheit am türkischen Zementhersteller Akçansa und startet parallel eine Forschungskooperation zur CO2-armen Zementproduktion. Beides zusammen zeichnet das Bild eines Konzerns, der Wachstum und Dekarbonisierung nicht als Gegensätze begreift.
Akçansa: Mehrheit an strategisch günstigem Standort
Von der Sabanci Holding kauft Heidelberg Materials weitere 39,72 % der Anteile an Akçansa. Nach Abschluss der Transaktion — die noch unter regulatorischem Vorbehalt steht — hält der Konzern insgesamt 79,44 % an dem türkischen Baustoffproduzenten.
Akçansa ist kein Nischenanbieter. Das Unternehmen betreibt drei Zementwerke, 26 Transportbetonwerke sowie fünf Steinbrüche und fünf Hafenterminals — konzentriert auf die wirtschaftlich stärksten Regionen der Türkei rund um Marmarameer, Ägäis und Schwarzes Meer. Diese Regionen stehen laut Konzernangaben für rund 70 % der türkischen Wirtschaftsleistung. Die Mehrheitsübernahme soll operative Synergien heben und die Lieferkapazitäten in einer Wachstumsregion ausbauen.
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Vierjährige Forschungspartnerschaft mit SSAB
Am 22. April gab Heidelberg Materials eine Forschungskooperation mit dem schwedischen Stahlhersteller SSAB bekannt. Über vier Jahre wollen beide Unternehmen alternative Bindemittel aus Elektrolichtbogenofen-Schlacke entwickeln — einem Industrienebenprodukt, das die emissionsintensive Klinkerproduktion teilweise ersetzen könnte.
Die schwedische Wachstumsagentur fördert das Vorhaben mit rund 1,7 Millionen Euro. Für einen Konzern, dessen Kernprodukt prozessbedingt hohe CO2-Emissionen erzeugt, ist die Nutzung solcher Schlacken ein zentraler Hebel auf dem Weg zur Klimaneutralität.
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Aktie über 50-Tage-Linie, Quartalszahlen rücken näher
An der Börse notiert die Aktie mit rund 187 Euro knapp über ihrem 50-Tage-Durchschnitt von 184,66 Euro — ein leichtes Aufwärtsmomentum nach dem Tief vom März. Seit Jahresbeginn steht allerdings ein Minus von knapp 16 % zu Buche, der Abstand zum Jahreshoch bei 239,70 Euro bleibt erheblich.
Zwei Termine bestimmen die nächsten Wochen: Am 6. Mai veröffentlicht Heidelberg Materials die Zahlen für das erste Quartal 2026. Eine Woche später, am 13. Mai, findet die Hauptversammlung statt — auf der eine Dividendenerhöhung auf 3,60 Euro je Aktie zur Abstimmung vorgeschlagen werden soll, neun Prozent mehr als im Vorjahr.
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