Bernstein Research hält an der vorsichtigen Haltung fest: Die Analysten bestätigen Henkel auf „Market-Perform“, das Kursziel bleibt bei 74,96 Euro. Das ist fast neun Euro über dem aktuellen Kurs von 65,96 Euro. Trotzdem geht der Markt nicht mit.
Der Grund: Die E-Commerce-Geschäfte europäischer Haushaltshersteller in China laufen durchwachsen. Henkel habe sich zwar stabilisiert, aber auf schwachem Niveau, so Analyst Callum Elliott. Der breite Analystenkonsens liegt bei etwa 75,31 Euro – nahe am Bernstein-Ziel.
Operativ liefert Henkel solide Zahlen. Im ersten Quartal erzielte der Konzern einen Umsatz von rund fünf Milliarden Euro, das organische Wachstum lag bei 1,7 Prozent. Beide Geschäftsbereiche – Klebstoffe und Konsumgüter – trugen dazu bei.
Fünf Zukäufe, ein Rückkauf
Henkel hat seine M&A-Strategie vorangetrieben. Fünf Transaktionen mit einem Gesamtvolumen von 1,6 Milliarden Euro sind umgesetzt. Darunter ATP Adhesive Systems und die Haarpflegemarke „Not Your Mother’s“. Die Übernahmen sollen das Portfolio in margenstarken Nischen stärken.
Parallel dazu ist das Aktienrückkaufprogramm über eine Milliarde Euro abgeschlossen. Weniger ausstehende Aktien – das verbessert rechnerisch den Gewinn je Vorzugsaktie.
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Für 2026 bleibt das Unternehmen beim Ausblick: organisches Wachstum zwischen 1,0 und 3,0 Prozent, eine operative Marge von 14,5 bis 16,0 Prozent.
Kurs in der Schwebe
Die Aktie notiert nahe ihrem 50-Tage-Durchschnitt von 65,82 Euro. Der RSI bei 45,2 zeigt eine neutrale Verfassung. Vom 52-Wochen-Hoch bei 84,06 Euro (Februar 2026) trennen die Aktie noch über 21 Prozent.
Charttechnisch gilt die Zone um 75 Euro als erste Unterstützung. Die 80-Euro-Marke bleibt der relevante Widerstand. Kommende Woche könnte der IFO-Geschäftsklimaindex Impulse liefern – ein wichtiger Indikator für Henkels Klebstoffgeschäft. Unternehmensspezifische Termine folgen voraussichtlich im August mit dem Quartalsbericht.
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