Hensoldt: 8,8 Milliarden Euro Auftragsbestand

Der Rüstungselektronikkonzern Hensoldt reagiert auf den massiven Auftragsboom mit einer Personaloffensive und kooperiert mit Unternehmen wie Voith, um dringend benötigte Spezialisten zu gewinnen.

Hensoldt Aktie
Kurz & knapp:
  • Auftragsbestand wächst auf 8,8 Milliarden Euro
  • Kooperationen mit Voith und Continental-Ableger
  • Plan für 1.600 Neueinstellungen im laufenden Jahr
  • Umsatzziel von 2,75 Milliarden Euro für 2026

Die Auftragsbücher bei Hensoldt quellen über. Fast doppelt so viele Bestellungen kommen herein, wie der Rüstungselektronik-Konzern aktuell abarbeiten kann. Um diesen massiven Flaschenhals zu weiten, bedient sich das Management eines cleveren Schachzugs. Hensoldt wirbt gezielt Fachkräfte aus schrumpfenden Industriezweigen ab.

Fachkräfte von Voith und Continental

Jüngstes Beispiel ist eine gestern vereinbarte Kooperation mit Voith. Der Maschinenbauer baut im Zuge seiner Neuausrichtung Stellen ab. Hensoldt greift hier direkt zu. Das Unternehmen sucht Spezialisten für Systementwicklung und Elektrotechnik.

Bereits im März schloss Hensoldt einen ähnlichen Pakt mit dem Continental-Ableger Aumovio. Dort stehen in Süddeutschland hunderte Arbeitsplätze auf der Kippe. Zuvor gab es bereits Auffangprogramme für ehemalige Mitarbeiter von Bosch und Continental in Wetzlar.

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Auftragsboom zwingt zum Handeln

Der Personalhunger ist strukturell bedingt. Der Auftragsbestand kletterte zuletzt auf 8,8 Milliarden Euro. Das entspricht einem Plus von 33 Prozent zum Vorjahr. Die Kennzahl Book-to-Bill liegt bei 1,9.

Die Folge: Um diese Aufträge abzuarbeiten, stockt Hensoldt massiv auf. Vergangenes Jahr stellte der Konzern gut tausend neue Mitarbeiter ein. Für dieses Jahr sind weitere 1.600 Neueinstellungen geplant. Bis Ende 2026 soll die Belegschaft erstmals die Marke von 10.000 Beschäftigten knacken.

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Kapazitäten wachsen mit dem Umsatz

Parallel dazu baut das Unternehmen seine Lieferketten und Produktionsstätten aus. Bis 2030 sichert ein langfristiger Vertrag die Versorgung mit modernen Halbleitern. Für 2027 plant Hensoldt die Eröffnung eines neuen Radar-Produktionsstandorts.

Diese Investitionen sollen sich rasch auszahlen. Für das laufende Jahr peilt der Vorstand einen Umsatz von rund 2,75 Milliarden Euro an. Die operative Marge soll dabei bis zu 19 Prozent erreichen. Den Rückenwind liefert der deutsche Verteidigungshaushalt. Dieser klettert auf einen Rekordwert von über 108 Milliarden Euro.

An der Börse gibt die Hensoldt-Aktie heute leicht auf gut 80 Euro nach. Seit Jahresbeginn steht dennoch ein Plus von fünf Prozent auf der Kurstafel. Der nächste harte Datencheck folgt im Mai. Dann präsentiert das Management die Erstquartalszahlen. Wenig später stimmen die Aktionäre auf der Hauptversammlung über die vorgeschlagene Dividende von 0,55 Euro ab.

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