76,76 Euro standen am Dienstag bei Hensoldt auf der Kurstafel. Die Aktie gab damit nur minimal nach. Im Durchschnitt kommen die Analysten indes auf Kursziele von rund 96 Euro und damit auf etwa 18 % mehr. Aus gutem Grund:
Bei den jüngsten Nachrichten spielt die Vernetzung vorhandener Militärtechnik eine wichtige Rolle. Optarion soll die Battle-Management-Systeme von Tiger, NH90 und CH-53GA softwarebasiert miteinander und mit einem digitalen Führungsnetz verbinden. Auftraggeber ist das BAAINBw, das dafür 15 Millionen Euro bereitstellt. Der Ansatz setzt auf eine Nachrüstung ohne umfangreiche Eingriffe in die Flugplattformen. Zusätzliche Software soll die Verbindung mit der digitalen Führungsarchitektur herstellen. Vorhandene Systeme können dadurch über ihre ursprüngliche technische Ausstattung hinaus weiter genutzt werden.
Hensoldt: Das sieht doch recht gut aus
Eine internationale Referenz gibt es bereits. Eine Missionsplanungsstation wurde an einen NATO-Partner ausgeliefert. Ein weiterer Vertrag für Optarion wird zum Jahresende erwartet. MDOCore setzt an einer anderen Stelle an. Hensoldt entwickelt die Plattform gemeinsam mit Helsing, um militärische Daten aus unterschiedlichen Quellen in Echtzeit zusammenzuführen. Die Bundeswehr hat das System in Fürstenfeldbruck gemeinsam mit Lösungen von rund 30 Unternehmen erprobt. Eine mögliche Einführung ab 2027 ist vorgesehen.
Ein ziviler Auftrag erweitert das Geschäft. Hensoldt liefert die Avionik-Suite für das elektrische Lufttaxi e200X von ePlane Company beziehungsweise Ubifly Technologies. Das Projekt bewegt sich von der Entwicklungsphase in Richtung Serienreife. Über 30 Tage hat die Hensoldt-Aktie rund 20 % eingebüßt. Am Montag hatte das Papier noch um 0,29 % auf 76,86 Euro zugelegt.
Vom 8. bis 11. September war Hensoldt auf der MSPO 2026 im polnischen Kielce vertreten und präsentierte dort seine Lösungen für internationale Kunden. Der nächste feste Unternehmenstermin ist der 5. November 2026. Dann veröffentlicht Hensoldt die Ergebnisse für das dritte Quartal.
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