Die Auftragsbücher des Rüstungselektronik-Konzerns quellen über. Die eigentliche Herausforderung liegt allerdings in der zeitgerechten Umsetzung. Um die Produktion hochmoderner Radarsysteme für die europäische Luftverteidigung langfristig abzusichern, hat Hensoldt nun einen strategisch wichtigen Liefervertrag für kritische Halbleiter geschlossen.
Unabhängigkeit bei kritischen Bauteilen
Konkret geht es um 900.000 Galliumnitrid-Komponenten, die der europäische Hersteller United Monolithic Semiconductors (UMS) bis zum Jahr 2030 liefern wird. Diese Bauteile bilden das Herzstück der Sende- und Empfangsmodule in Hensoldts Radarfamilien, zu denen auch das Spexer-System gehört. Letzteres ist eine zentrale Komponente für stark gefragte Luftverteidigungssysteme wie Skyranger oder IRIS-T.
Durch den Einsatz der GaN-Technologie erreichen die Radare eine höhere Reichweite, präzisere Zielauflösung und einen effizienteren Energieverbrauch. Gleichzeitig reduziert der Konzern mit dem langfristigen Abkommen seine Anfälligkeit für globale Lieferkettenprobleme, die den Halbleitersektor in der Vergangenheit immer wieder belastet hatten.
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Der Kampf gegen das Nadelöhr
Die Sicherung der Bauteile ist ein essenzieller Baustein der aktuellen Unternehmensstrategie. Hensoldt sitzt auf einem enormen Auftragsbestand von 8,83 Milliarden Euro. Im vergangenen Geschäftsjahr wuchsen die Neuaufträge um 62 Prozent, während der Umsatz mit einem Plus von knapp zehn Prozent deutlich langsamer stieg. Um diese Lücke zu schließen und die Lieferfähigkeit zu erhöhen, stemmt das Management bis 2027 ein Investitionsprogramm von einer Milliarde Euro.
Dabei konzentriert sich der Konzern auf folgende operative Erweiterungen:
– Produktion von 1.000 Radarsystemen pro Jahr ab 2027 am Standort Ulm
– Einstellung von 1.600 neuen Mitarbeitern im laufenden Jahr 2026
– Erschließung neuer Flächen zur Standortentwicklung in Aalen
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Am Aktienmarkt wird diese fundamentale Vorarbeit am Donnerstag eher verhalten aufgenommen. Der Titel verzeichnet einen Tagesverlust von 4,28 Prozent und rutscht auf 79,45 Euro ab. Damit fällt der Kurs auch unter die vielbeachtete 50-Tage-Linie, die aktuell bei 81,91 Euro verläuft.
Die milliardenschweren Kapazitätserweiterungen müssen nun beweisen, dass sie zügig zu einer spürbaren Beschleunigung der Lieferzyklen führen. Belastbare Zahlen zur finanziellen Entwicklung und zum Fortschritt der Abarbeitung liefert der anstehende Jahresbericht am 26. März, gefolgt von den Ergebnissen des ersten Quartals am 6. Mai.
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