Der Abspaltungsprozess von Octave Intelligence nimmt bei Hexagon AB konkrete Formen an. Seit Donnerstag handeln Hexagon-Aktien an der Nasdaq Stockholm ohne Anrecht auf Octave-Anteile — der Stichtag für die Zuteilung war der 22. Mai 2026.

Was Aktionäre erhalten

Die Verteilungsformel ist klar: Wer zehn Hexagon-B-Aktien hält, bekommt eine Class-B-Aktie von Octave Intelligence. Nicht-affiliierte Inhaber von Hexagon-B-Aktien erhalten ihre Anteile in Form von Swedish Depository Receipts (SDRs). Diese SDRs sollen ab dem 25. Mai an der Nasdaq Stockholm handelbar sein, die Lieferung ist für den 26. Mai geplant.

In New York läuft der Handel mit Octave-Aktien bereits auf „When-Issued“-Basis — regulärer Handel beginnt dort am 28. Mai. Damit entsteht innerhalb weniger Tage eine vollständig eigenständige, börsennotierte Gesellschaft.

Solide Zahlen im Rücken

Den Spin-off begleiten ordentliche Quartalszahlen. Im ersten Quartal 2026 erzielte Hexagon mit seinen fortgeführten Aktivitäten einen Umsatz von 964 Millionen Euro — ein organisches Wachstum von acht Prozent. Das bereinigte EBITDA legte um drei Prozent auf 351 Millionen Euro zu. Besonders auffällig: Die Cash Conversion verbesserte sich von 60 auf 77 Prozent, unter anderem weil die Investitionsausgaben um 38 Prozent auf 76 Millionen Euro sanken.

Das operative Fundament ist also solide. An der Börse spiegelt sich das bislang nicht wider. Die Aktie notiert mit 7,79 Euro auf einem 52-Wochen-Tief und hat seit Jahresbeginn rund 22 Prozent verloren — der RSI von 81,5 deutet dabei auf einen kurzfristig überverkauften Zustand hin.

Ob der Abschluss des Spin-offs als Katalysator wirkt, zeigt sich spätestens ab dem 28. Mai, wenn Octave Intelligence in New York regulär den Handel aufnimmt.