Der Telemedizin-Anbieter Hims & Hers steht von zwei Seiten unter Druck. Während eine neue Abnehmpille des Pharmariesen Eli Lilly das lukrative Kerngeschäft mit günstigen Alternativen attackiert, dämpft das Management gleichzeitig die eigenen Wachstumserwartungen. Für das Geschäftsmodell mit nachgemachten GLP-1-Präparaten wird das Marktumfeld zunehmend ungemütlich.
Preiskampf bei Abnehmpräparaten
Am Freitag erteilte die US-Gesundheitsbehörde FDA die Zulassung für Foundayo. Die orale GLP-1-Pille von Eli Lilly zur Behandlung von Fettleibigkeit kommt bereits am 6. April über die Plattform LillyDirect auf den Markt. Das eigentliche Problem für Hims & Hers ist die aggressive Preisgestaltung des Konkurrenten. Mit Selbstzahlerpreisen ab 149 US-Dollar pro Monat unterbietet Eli Lilly die Angebote der Telemedizin-Plattformen deutlich.
Hims & Hers stützte sich zuletzt stark auf den Verkauf von sogenannten Compounding-Medikamenten – also individuell hergestellten Versionen bekannter Abnehmspritzen. Da Foundayo in klinischen Studien einen durchschnittlichen Gewichtsverlust von 12,4 Prozent zeigte, sinkt der Anreiz für Patienten, auf Nachahmerprodukte zurückzugreifen, wenn das Originalpräparat zu einem ähnlichen oder günstigeren Preis verfügbar ist.
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Wachstumserwartungen gedämpft
Parallel zur wachsenden Konkurrenz enttäuschte das Unternehmen die Wall Street mit seinem Ausblick. Für das erste Quartal 2026 rechnet Hims & Hers mit einem Umsatz zwischen 600 und 625 Millionen US-Dollar. Analysten hatten im Vorfeld mit über 632 Millionen US-Dollar kalkuliert. Zwar blickt der Konzern auf ein starkes Jahr 2025 mit einem Umsatzplus von 59 Prozent und über 2,5 Millionen Abonnenten zurück. Die aktuelle Zurückhaltung bei der Prognose für das Gesamtjahr 2026 nährt allerdings die Sorge, dass der Höhepunkt des Wachstums überschritten ist.
Diese Unsicherheit spiegelt sich im Kursverlauf wider. Seit Jahresbeginn hat das Papier bereits mehr als die Hälfte seines Wertes eingebüßt und schloss am Donnerstag bei 19,14 US-Dollar.
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Juristische Hürden wachsen
Abseits des operativen Geschäfts belasten regulatorische Konflikte die Stimmung der Anleger. Hims & Hers sieht sich mit einer Klage von Novo Nordisk konfrontiert und erhielt mehrere FDA-Warnungen bezüglich des Vertriebs seiner Compounding-Pillen. Eine laufende Untersuchung der US-Börsenaufsicht SEC zum Semaglutid-Geschäft verschärft die rechtliche Lage zusätzlich.
Große Pharmakonzerne drängen nun mit eigenen Telemedizin-Partnerschaften und aggressiven Preisen auf den Markt. Hims & Hers muss im laufenden ersten Quartal belegen, dass die Plattform trotz dieser massiven Konkurrenz und der juristischen Gegenwinde ihre angepeilte Umsatzmarke von mindestens 600 Millionen US-Dollar verteidigen kann.
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