Der erste Quartalsbericht des Jahres 2026 hätte kaum kontroverser ausfallen können. Hims & Hers meldete einen Nettoverlust von 92,1 Millionen Dollar — während Analysten noch einen kleinen Gewinn von 0,01 Dollar je Aktie erwartet hatten. Das US-amerikanische Gesundheitsunternehmen verbuchte stattdessen einen Verlust von 0,40 Dollar pro Aktie. Die Reaktion an der Börse war entsprechend heftig: Die Aktie brach nachbörslich um rund 16 Prozent ein.
Dabei war das erste Quartal 2025 noch grundlegend anders. Damals standen 49,5 Millionen Dollar Gewinn in den Büchern.
Wenn Wachstum seinen Preis hat
Das Kernproblem liegt weniger im Umsatz als in der Profitabilität. Der Quartalsumsatz stieg zwar um vier Prozent auf 608,1 Millionen Dollar — blieb damit aber unter den Analystenschätzungen von rund 616,5 Millionen Dollar. Schwerer wiegt die Margenerosion: Das bereinigte EBITDA fiel um 51 Prozent auf 44,3 Millionen Dollar, die entsprechende Marge schrumpfte von 16 Prozent im Vorjahresquartal auf nur noch sieben Prozent. Morgan Stanley sprach von der ersten verfehlten EBITDA-Erwartung in der Unternehmensgeschichte.
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Besonders der US-Heimatmarkt enttäuschte. Die Erlöse aus der amerikanischen Region sanken im Jahresvergleich um acht Prozent auf 529,9 Millionen Dollar — ein ungewohntes Bild für ein Unternehmen, das sein Fundament dort aufgebaut hat.
Der Hintergrund: Im Februar 2026 hatte das Unternehmen eine günstigere Eigenvariante von Novo Nordisks Abnehmmittel Wegovy auf den Markt gebracht — und diese nach einer Klage und regulatorischem Druck wieder zurückgezogen. Seitdem vertreibt Hims & Hers die Originalprodukte von Novo Nordisk und Eli Lilly, also Wegovy und Zepbound. Der Übergang drückt die Margen, weil die margenstärkeren Eigenprodukte weggefallen sind. Gleichzeitig verschiebt sich der Umsatz durch veränderte Lieferrhythmen im Gewichtsmanagement-Segment.
Ausland boomed, Guidance erhöht
Ein völlig anderes Bild zeigt sich im internationalen Geschäft. Der Auslandsumsatz sprang auf 78 Millionen Dollar — gegenüber lediglich sieben Millionen Dollar im Vorjahresquartal. Treiber waren Akquisitionen in Europa und Kanada, darunter die im Juli 2025 übernommene europäische Digitalplattform ZAVA und die kanadische Livewell-Tochter. Die geplante Übernahme von Eucalyptus, die Hims & Hers nach Australien und Japan bringen soll, steht noch aus.
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Trotz des schwachen Quartalsausweises hob das Management die Umsatzprognose für das Gesamtjahr 2026 auf 2,8 bis 3,0 Milliarden Dollar an. Zuvor lag die Erwartung bei 2,7 bis 2,9 Milliarden Dollar. Die EBITDA-Guidance wurde hingegen um rund 7,5 Prozent nach unten korrigiert — auf einen Mittelpunktwert von 312,5 Millionen Dollar. Für das zweite Quartal erwartet das Unternehmen Umsätze zwischen 680 und 700 Millionen Dollar.
Die Abonnentenbasis wuchs auf 2,6 Millionen Nutzer, davon 1,7 Millionen sogenannte personalisierte Abonnenten — ein Plus von 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Zudem peilt das Unternehmen an, allein mit dem „Hers“-Segment für Frauengesundheit noch 2026 die Milliarden-Dollar-Umsatzmarke zu überschreiten. Bis 2030 sind Gesamterlöse von mindestens 6,5 Milliarden Dollar angepeilt.
Der Markt steht vor der Frage, ob die strategische Neuausrichtung hin zu Markenmedikamenten und internationalen Märkten die kurzfristigen Einbußen rechtfertigt — oder ob die Margenschwäche struktureller Natur ist.
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