Der Markt für Abnehmspritzen wächst rasant. Für den Telemedizin-Anbieter Hims & Hers wird das lukrative Geschäft nun zum Stresstest. Aggressive Preissenkungen der Konkurrenz und neue Marktteilnehmer bedrohen das Abo-Modell.
Die digitale Gesundheitsplattform Ro hat ihre monatlichen Gebühren halbiert. Kunden zahlen dort nur noch rund 74 US-Dollar. Hims & Hers verlangt für sein Abonnement aktuell etwa das Doppelte.
Parallel dazu drängen Schwergewichte in den Sektor. Amazon hat über seine Tochter One Medical ein eigenes Programm zum Gewichtsmanagement gestartet. Obendrein erleichtern Pharmakonzerne wie Eli Lilly den direkten Zugang zu ihren Medikamenten. Anbieter müssen ihre Premium-Preise zunehmend rechtfertigen.
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Margendruck und Analysten-Hoffnung
Finanziell steht das Unternehmen auf den ersten Blick solide da. Der Umsatz kletterte im vergangenen Jahr um fast 60 Prozent auf 2,35 Milliarden Dollar. Allerdings schrumpft die Profitabilität. Die Bruttomarge fiel zuletzt auf 72 Prozent.
Die US-Bank JPMorgan sieht dennoch Potenzial. Sie bewertet die Aktie mit „Overweight“. Die Analysten loben besonders eine neue Partnerschaft mit Novo Nordisk. Diese Kooperation soll die Lieferkette für Medikamente stabilisieren. Für 2026 plant das Management mit Erlösen von bis zu 2,9 Milliarden Dollar.
Insider-Verkäufe und ein wichtiges FDA-Datum
Kurz vor den nächsten Quartalszahlen trennen sich Führungskräfte von Aktien. Finanzchef Oluyemi Okupe verkaufte im April Papiere im Wert von knapp 1,5 Millionen Dollar. Auch die Rechtschefin Soleil Boughton reduzierte ihre Anteile. Das sorgt am Markt für Nervosität.
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Ein regulatorischer Meilenstein steht im Sommer an. Die US-Gesundheitsbehörde FDA entscheidet Ende Juli über bestimmte Peptide. Dieser Beschluss betrifft direkt die nachgemachten Abnehmspritzen. Genau diese günstigeren Präparate treiben das Kundenwachstum von Hims & Hers bisher massiv an. Ein Verbot würde das Geschäftsmodell hart treffen.
Ausblick auf das erste Quartal
Am 11. Mai legt der Konzern seine Ergebnisse für das erste Quartal vor. Analysten erwarten einen Umsatz von rund 621 Millionen Dollar. Das entspricht einem leichten Plus. Der Gewinn je Aktie dürfte jedoch massiv auf 0,06 Dollar einbrechen.
Die Skepsis der Investoren spiegelt sich im Aktienkurs von zuletzt gut 30 Dollar wider. Die Leerverkaufsquote liegt bei ungewöhnlich hohen 35 Prozent. Hims & Hers muss nun beweisen, dass die Millionen Abonnenten treu bleiben. Gelingt das nicht, wird der Schuldenberg von einer Milliarde Dollar schnell zum Problem.
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