Honeywell hat die Reißleine gezogen und die Übernahme von Johnson Mattheys Catalyst Technologies massiv nachverhandelt. Statt der ursprünglich vereinbarten 1,8 Milliarden Pfund zahlt der US-Konzern jetzt nur noch 1,325 Milliarden Pfund. Das entspricht einer Preissenkung von 475 Millionen Pfund oder 26 Prozent. Was steckt hinter diesem drastischen Rabatt?
Die Antwort liegt in den enttäuschenden Zahlen des Geschäftsjahres 2025/26. Johnson Matthey musste einräumen, dass wichtige Lizenzprojekte im Bereich nachhaltiger Lösungen verschoben wurden. Zudem brach die Profitabilität im Katalysator-Geschäft ein – Schuld daran ist das schwierige Marktumfeld. Honeywell nutzte diese Schwäche konsequent aus und drückte den Preis nach unten.
Closing verzögert sich um Monate
Ursprünglich sollte der Deal bereits am 21. Februar 2026 abgeschlossen sein. Doch daraus wird nichts. Die neue Deadline liegt jetzt beim 21. Juli 2026, unter Umständen sogar erst am 21. August. Der Grund: Die regulatorischen Genehmigungen lassen auf sich warten. Beide Unternehmen haben sich auf diese Fristverlängerung verständigt, um die ausstehenden Anforderungen zu erfüllen.
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Trotz der Verzögerung betont Honeywell, dass die strategische Logik der Übernahme weiterhin überzeugend sei. Die Kombination mit der eigenen Process Technologies-Sparte soll die installierte Basis deutlich vergrößern und das Angebot über Energie- und Prozesstechnologien hinweg integrierter machen. Besonders die Erweiterung der Kapazitäten bei Honeywell UOP in den Bereichen Raffinerie, Petrochemie und erneuerbare Kraftstoffe steht im Fokus.
Was Anleger wissen müssen
Johnson Matthey plant nach Abschluss der Transaktion rund eine Milliarde Pfund an Nettoerlösen an die Aktionäre zurückzugeben – 800 Millionen Pfund über eine Sonderdividende mit Kapitalzusammenlegung und 200 Millionen Pfund durch ein Aktienrückkaufprogramm. Das dürfte die Aktionäre des britischen Spezialchemie-Unternehmens teilweise versöhnen.
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Honeywell erwartet, dass die Übernahme bereits im ersten vollen Jahr nach Abschluss den bereinigten Gewinn je Aktie steigern wird. Mit einer Marktkapitalisierung von 155 Milliarden Dollar und einem aktuellen Kurs von 243,97 Dollar notiert die Aktie nahe ihrem 52-Wochen-Hoch von 245,63 Dollar. Der deutliche Preisnachlass bei der Übernahme könnte die Rendite des Deals für Honeywell zusätzlich verbessern.
Die massiven Abschreibungen in Höhe von 436 Millionen Dollar im Industrial Automation-Segment aus dem vierten Quartal 2025 zeigen allerdings, dass auch Honeywell selbst nicht ohne Herausforderungen ist. Bleibt abzuwarten, ob die Übernahme die erhoffte Stärkung bringt.
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