Der Umbau des Mischkonzerns ist abgeschlossen. Honeywell hat die Abspaltung seiner Luftfahrteinheit offiziell besiegelt und damit eine neue Ära eingeleitet. Aus dem einstigen Konglomerat sind drei eigenständige Unternehmen entstanden.

Am 29. Juni 2026 vollzog Honeywell die Trennung von Honeywell Aerospace — kombiniert mit einem Aktiensplit. Das neue Honeywell (HON) konzentriert sich von nun an auf Automatisierungslösungen für Gebäude, Industrie und Prozessanlagen. Die Luftfahrtsparte firmiert fortan als Honeywell Aerospace (HONA) und wird separat an der Börse gehandelt. Ein dritter Teil, Solstice Advanced Materials, war bereits zuvor abgespalten worden.

Technische Details der Transaktion

Im Zuge der Umstrukturierung führte Honeywell einen Reverse-Split im Verhältnis 1:2 durch. Die Zahl der ausstehenden Aktien sank von rund 634 Millionen auf etwa 317 Millionen. Aktionäre, die am Stichtag 15. Juni 2026 im Besitz von Honeywell-Aktien waren, erhielten für je zwei gehaltene Papiere eine Aktie der neuen Luftfahrtgesellschaft.

Die neue Honeywell Aerospace wurde direkt in den S&P 500 und den S&P 100 aufgenommen. Ein klares Signal für die Marktkapitalisierung des abgespaltenen Konzernteils.

Kursentwicklung und Ausblick

Der Honeywell-Titel notierte am Freitag bei 199,00 Euro — ein Plus von knapp zwei Prozent. Seit Jahresbeginn steht ein Gewinn von rund 19 Prozent zu Buche. Der RSI von 52,2 deutet auf eine neutrale Marktverfassung hin. Derzeit liegt der Kurs gut sieben Prozent über der 200-Tage-Linie bei 185,86 Euro. Das 52-Wochen-Hoch von 213,05 Euro aus dem März 2026 bleibt in Reichweite.

Spannend wird der Blick auf den ersten vollständigen Quartalsbericht des neuen Honeywell. Die Zahlen für das zweite Quartal 2026 werden für Ende Juli erwartet. Sie zeigen erstmals, wie sich der fokussierte Automatisierungskonzern im Alleingang schlägt. Analysten rechnen für das Gesamtjahr 2026 mit steigenden Gewinnen je Aktie — und auch für 2027 zeichnet sich weiteres Wachstum ab.