Bei der Gasbohrung Lachowice 7 im Süden Polens bricht ein entscheidender Projektabschnitt an. Nach den Vorbereitungen der vergangenen Wochen sollte um den heutigen 23. September die Säuerungsbehandlung sowie der anschließende Fördertest beginnen. Anleger blicken mit Spannung auf den Start der Arbeiten, während die Aktie des Unternehmens heute um 7,6 Prozent auf 0,3050 CAD nachgibt.
Geplanter Start der Fördertests
Die anstehenden Maßnahmen an der Bohrung Lachowice 7 markieren den Übergang in die heiße Phase der Standorterkundung. Das Programm sieht eine gezielte Säuerungsstimulation vor, an die sich umfassende Produktionstests anschließen. Mit diesem Schritt soll festgestellt werden, welche Fördermengen die Lagerstätte dauerhaft liefern kann.
Verantwortlich für die operative Umsetzung vor Ort ist die polnische Unternehmenstochter Energia Karpaty Zachodnie sp. z o.o., die sich vollständig im Besitz von Horizon Petroleum befindet. Ziel der Testreihe ist es vor allem, die nachhaltige Förderkapazität des Bohrlochs zu bestimmen. Auf dieser Basis will das Management fundiert über eine spätere kommerzielle Erdgaserzeugung entscheiden.
Geologische Signale aus dem Bohrloch
Der anstehenden Testphase gingen umfangreiche Vorbereitungen im Bohrloch voraus. Vor gut drei Wochen schloss das Unternehmen die Perforationsarbeiten ab und installierte eine neue Komplettierungsanordnung. Am 11. September wurde die dafür eingesetzte Bohranlage Cardwell KM-200C schließlich freigegeben.
Dabei bearbeitete das Team ein Intervall von 58 Metern und perforierte insgesamt 35 Meter des Reservoirs. Dieser Abschnitt schloss rund 14 Meter ein, die zuvor noch nicht geöffnet worden waren. Bohrlochmessungen deuteten auf eine ausgeprägte natürliche Klüftung des Gesteins hin. Zudem wurden während der Überarbeitung Verluste von rund 3.500 Barrel Komplettierungsflüssigkeit verzeichnet, was auf durchlässige Zonen im Reservoir hindeutet.
Weichenstellung für die kommerzielle Förderung
Die anstehenden Fördertests gelten als maßgeblich für die künftige Projektentwicklung im polnischen Konzessionsgebiet. Erst die Auswertung der Zuflussraten wird zeigen, ob die natürliche Rissbildung die erhoffte Ergiebigkeit im laufenden Betrieb ermöglicht. Die Ergebnisse der Säuerungsbehandlung dürften daher die Richtung für die wirtschaftliche Tragfähigkeit des gesamten Vorkommens vorgeben.
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