7,7 Prozent Plus an einem Tag und trotzdem ein sattes Minus auf Jahressicht. Bei HP Inc. klaffen kurzfristige Hoffnung und langfristige Realität auseinander. Während der Konzern seine Zukunft im 3D-Druck sucht, kämpft die Aktie mit einem schwierigen Marktumfeld.

Fokus auf industrielle Fertigung

HP setzt massiv auf den 3D-Druck. Die neue Jet Fusion 5600-Serie nutzt künstliche Intelligenz. Damit will das Unternehmen die Produktionseffizienz um 20 Prozent steigern. Parallel dazu erweitert der MJF 1200-Drucker das Angebot für industrielle Kunden.

Aktionäre genehmigten außerdem einen neuen Aktienplan. Dieser sieht die Ausgabe von rund 74 Millionen zusätzlichen Anteilen vor. HP will damit langfristige Anreize für Mitarbeiter schaffen.

Hohe Dividende trifft auf Kursdruck

Die nackten Zahlen zeigen ein gemischtes Bild. Im vergangenen Quartal verdiente HP 0,81 US-Dollar je Aktie. Das Ergebnis lag über den Erwartungen der Analysten. Für das laufende zweite Quartal 2026 rechnen Experten mit einem Gewinn von 0,71 US-Dollar.

Trotz operativer Erfolge verlor die Aktie auf Jahressicht rund 24 Prozent an Wert. Der Schlusskurs am Freitag lag bei 16,80 Euro.

Ein Lichtblick bleibt die attraktive Ausschüttungspolitik. HP zahlt eine Quartalsdividende von 0,30 US-Dollar. Das entspricht einer annualisierten Rendite von rund sechs Prozent.

Analysten bewerten das Papier mehrheitlich mit „Hold“. Das mittlere Kursziel liegt bei gut 20 US-Dollar. Experten verweisen auf steigende Kosten für Speicherkomponenten und den harten Wettbewerb im klassischen Druckermarkt.

HP muss nun beweisen, dass die KI-Tools im 3D-Druck tatsächlich die Margen stützen. Die nächsten Quartalszahlen liefern hierfür die nötigen Datenpunkte. Bis dahin dämpfen die hohen Komponentenkosten die Erwartungen am Markt.