Hewlett Packard Enterprise (HPE) schaltet bei der künstlichen Intelligenz einen Gang höher. Auf der Hausmesse „Discover 2026“ in Las Vegas präsentierte der Konzern eine tiefgreifende Allianz mit Nvidia. Das Ziel: KI-Systeme für Unternehmen massentauglich zu machen.

Agenten-KI für die Private Cloud

HPE erweitert sein Portfolio für die Private Cloud deutlich. Im Zentrum steht das „NVIDIA Agent Toolkit“. Damit entwickeln Firmen autonome KI-Agenten und behalten die volle Kontrolle über ihre Daten. Die Software Zerto erkennt derweil fehlerhafte KI-Agenten und schützt das System vor Fehlfunktionen.

Die Hardware macht ebenfalls Sprünge. Für das Jahr 2027 kündigte HPE den Server ProLiant DL394 Gen12 an, der auf Nvidias Vera-CPU setzt. Die Speicherplattform Alletra MP X10000 beschleunigt parallel dazu die Antwortzeiten bei KI-Abfragen um das Zwanzigfache.

Netzwerktechnik für hohe Datenlasten

CEO Antonio Neri sieht das Netzwerk als Basis für den KI-Erfolg. Nach der Übernahme von Juniper Networks folgen nun neue Produkte für die Infrastruktur. Die Switches QFX5140 und QFX5252 bewältigen die hohen Datenlasten moderner Rechenzentren.

Eine neue Sicherheitsplattform bündelt den Schutz für Standorte und Cloud-Umgebungen. Durch die Integration von Junipers KI-Technologie in das HPE-Portfolio sollen Unternehmen ihre Rechenleistung effizienter nutzen. Das senkt den Verwaltungsaufwand und optimiert den Einsatz teurer Grafikprozessoren.

Kursverdopplung seit Jahresbeginn

Die Börse honoriert den strategischen Umbau. Seit Jahresbeginn kletterte die Aktie um 103,54 Prozent. Aktuell notiert das Papier bei 42,00 Euro. Damit liegt der Kurs weit über seinem 200-Tage-Durchschnitt von 22,43 Euro.

HPE baut parallel dazu seine Stellung im Quantencomputing aus. Kooperationen mit Intel und Rigetti zielen auf hybride Hochleistungsrechner ab. Der Konzern wandelt sich konsequent vom reinen Hardware-Lieferanten zum Anbieter komplexer KI-Infrastruktur.