Der norwegische Elektrolyseur-Spezialist Hydrogenpro erlebt einen paradoxen Moment. Die Aktie schoss nach den Q1-Zahlen um 22 Prozent nach oben – und das Unternehmen erreichte eine Marktkapitalisierung von 264 Millionen norwegischen Kronen. Gleichzeitig schrumpfen die Kassen schneller als erwartet.
Der Grund für den Optimismus: die grüne Welle durch KI-Rechenzentren. Deren Energiehunger treibt die Nachfrage nach dezentralen Wasserstofflösungen. Nur: Hydrogenpro selbst steckt noch mitten im Umbau.
Vom Großprojekt zum Asset-Light-Modell
Das Unternehmen hat seine eigene Fabrik in Tianjin, China, dichtgemacht. Stattdessen setzt Hydrogenpro auf eine OEM-Partnerschaft mit LONGi. Der Deal sichert dem Hersteller Zugriff auf ein Gigawatt Fertigungskapazität für Elektrolyseur-Komponenten und Gas-Trenneinheiten. Die Umstellung soll Fixkosten senken und Kapitalrisiken reduzieren.
Auf der anderen Seite steht ein wichtiger Erfolg: das 220-Megawatt-Projekt ACES in Utah. Alle 40 Druck-Elektrolyseure laufen, ein zehnjähriger Servicevertrag ist unterzeichnet. Das schafft ein starkes Referenzprojekt für Nordamerika.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Hydrogenpro?
Die finanzielle Schattenseite
Doch die Zahlen trüben das Bild. Im ersten Quartal lag der Umsatz bei nur 16 Millionen NOK. Der Cashbestand fiel von 102 auf 56 Millionen NOK. Der Nettoverlust betrug 41 Millionen NOK. Kein Wunder, dass der Vorstand jetzt handelt.
Eine formelle strategische Überprüfung läuft. Unter der Beratung von Clarksons Securities prüft Hydrogenpro Kapitalerhöhungen oder andere Finanzierungsoptionen. Der Hintergrund: eine Projektpipeline mit geschätzten Investitionsentscheidungen von rund einer Milliarde NOK in den Jahren 2026 und 2027. Diesen Schatz zu heben, braucht Geld.
Ob die Wende gelingt, entscheidet sich an der Finanzierung. Hydrogenpro hat die Projekte – aber die Liquidität für die Zwischenzeit ist knapp. Die strategische Überprüfung dürfte noch dieses Jahr Klarheit bringen.
Hydrogenpro-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Hydrogenpro-Analyse vom 25. Mai liefert die Antwort:
Die neusten Hydrogenpro-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Hydrogenpro-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 25. Mai erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Hydrogenpro: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...


