Der Traum von der eigenen Wasserstoff-Gigafabrik weicht einem harten Sparkurs. Hydrogenpro zieht bei seiner Produktionsstätte im chinesischen Tianjin den Stecker und mottet das Werk ein. Stattdessen setzt das norwegische Unternehmen künftig auf einen reinen Outsourcing-Ansatz.
Die bisherige Fabrik war auf eine Kapazität von 500 Megawatt ausgelegt. Nun übernimmt der chinesische Solargigant Longi die Fertigung über einen OEM-Vertrag, der den Norwegern Zugriff auf ein Gigawatt Kapazität sichert. Dieser strategische Schwenk soll die jährlichen Kosten um mehr als 20 Millionen norwegische Kronen drücken.
An der Börse löste der radikale Umbau einen Ausverkauf aus. Die Aktie stürzte am 13. Mai um gut 22 Prozent ab und ging bei 3,10 Kronen aus dem Handel. Das Management steht unter enormem Druck, den Kapitalabfluss zu stoppen.
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Schrumpfende Reserven
Zuletzt schmolzen die Barreserven spürbar ab. Einem Umsatz von 16 Millionen Kronen standen zuletzt liquide Mittel von lediglich 56 Millionen Kronen gegenüber. Bereits im Vorfeld hatte Hydrogenpro die Belegschaft drastisch reduziert.
Aktuell arbeiten noch knapp 90 Beschäftigte für den Elektrolyseur-Spezialisten. Sie sollen nun einen Auftragsbestand von 252 Millionen Kronen abarbeiten. Parallel dazu verhandelt das Management über eine milliardenschwere Projektpipeline für die kommenden Monate.
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Gegenwind in der Branche
Die Neuausrichtung bei Hydrogenpro reiht sich in eine spürbare Abkühlung des globalen Wasserstoffmarktes ein. Das Forschungsunternehmen DNV senkte seine Produktionsprognose für das Jahr 2050 kürzlich um fast die Hälfte. Als Gründe gelten verzögerte Projekte, schwindende politische Unterstützung und anhaltende Finanzierungshürden.
Auch Konkurrenten kämpfen ums Überleben. Der dänische Anbieter Green Hydrogen Systems flüchtete sich wegen massiver finanzieller Schwierigkeiten kürzlich in ein Restrukturierungsverfahren.
Für Hydrogenpro rückt nun die Kapitalsicherung in den Fokus. Das Unternehmen hat eine strategische Überprüfung seiner Finanzierungsoptionen eingeleitet. Ohne frisches Geld oder weitere drastische Kostensenkungen dürfte der operative Spielraum in den nächsten Monaten eng werden.
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