Am 17. September hat IBM die Zusammenarbeit mit CUBE im Bereich der KI-Governance erweitert. Im Mittelpunkt steht die Integration regulatorischer Daten von CUBE in die Funktion „Regulatory Horizon Scanning“ von watsonx.governance. Ziel dieser Verknüpfung ist es, Unternehmen bei der Erfassung und Einhaltung weltweiter gesetzlicher Vorgaben für künstliche Intelligenz zu unterstützen.

Ausbau von Modellen und Partnerschaften

Parallel zur Governance-Software forciert der Konzern spezialisierte Anwendungsmodelle. Am 10. September stellte IBM gemeinsam mit der NASA das „NASA–IBM Lunar Foundation Model“ vor. Dieses quelloffene Modell dient der Identifizierung von Mondkratern, Wassereis sowie weiteren Strukturen auf der Mondoberfläche. Sowohl das Modell als auch der zugehörige Datensatz wurden der Öffentlichkeit frei zugänglich gemacht.

Die Ausbildungs- und Forschungsinitiativen reichen zudem in den akademischen Bereich. Gestern startete ein neuer Innovations-Inkubator in Kooperation mit der Marist University. Zur Unterstützung der KI-Forschung setzt die Hochschule auf einen z17-Mainframe von IBM. Beide Institutionen vertiefen damit eine Partnerschaft, die bereits seit mehr als 50 Jahren besteht.

Infrastruktur für Quantencomputer

Neben Softwarelösungen investiert IBM in die Weiterentwicklung physischer Rechenkapazitäten. Zusammen mit Lockheed Martin kündigte das Unternehmen am 10. September die Einrichtung eines Schweizer Quanten-Hubs an der ETH Zürich an. Bis Ende 2026 soll dort das erste Exemplar des Systems IBM Quantum System Two in der Schweiz bereitgestellt werden.

Diese Hardware-Aktivitäten werden durch industrielle Großvorhaben untermauert. Das IBM-Unternehmen Anderon LLC sicherte sich Fördergelder über 1 Milliarde $ aus dem CHIPS and Science Act des US-Handelsministeriums. Die Mittel sind für Forschung und Entwicklung bei der Fertigung von Quanten-Wafern am Standort Albany im Bundesstaat New York vorgesehen. IBM beteiligt sich mit einer zusätzlichen eigenen Investition von 1 Milliarde $ an dem Vorhaben.

Kursentwicklung im Überblick

Die technologische Neuausrichtung konnte den Aktienkurs zuletzt nur begrenzt stützen. Das Papier notiert aktuell bei 204,25 Euro und verzeichnet heute einen Zuwachs von 1,0 Prozent. Auf Jahressicht ergibt sich ein anderes Bild: Seit Jahresanfang verzeichnet die Aktie ein Minus von 21 Prozent.