IBM bläst zur Technologie-Offensive. Mit zwei milliardenschweren Investitionsprogrammen will der Konzern seine Vormachtstellung bei Quantencomputern und Cybersicherheit zementieren. Die Ankündigung sorgte an den Märkten für eine deutliche Neubewertung der langfristigen Strategie.
Quantensprünge und Chip-Produktion
Der Fokus liegt auf der nächsten Ära der Rechenleistung. IBM investiert über fünf Jahre zehn Milliarden US-Dollar in die Entwicklung eines fehlertoleranten Quantencomputers. Bis 2029 soll die Technologie marktreif sein und komplexe Berechnungen in neuer Dimension ermöglichen.
In Albany entsteht parallel dazu die Chip-Fabrik „Anderon“. Das Projekt wird mit einer Milliarde US-Dollar aus dem CHIPS Act gefördert, IBM steuert die gleiche Summe bei. Der Konzern baut damit auf einer Basis von bereits über 90 installierten Quantensystemen auf.
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Sicherheit für den Finanzsektor
Ein zweiter Schwerpunkt ist die Sicherheit von Open-Source-Software. Unter dem Namen „Project Lightwell“ fließen fünf Milliarden US-Dollar in eine Kooperation mit der Tochtergesellschaft Red Hat. Ziel ist der Aufbau einer vertrauenswürdigen Prüfstelle für Software-Schwachstellen.
Rund 20.000 Ingenieure sollen Sicherheitslücken im Code mithilfe künstlicher Intelligenz aufspüren. Großbanken wie Goldman Sachs, Morgan Stanley und JPMorgan Chase beteiligen sich bereits als frühe Partner an dem Programm.
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Kursplus und Analysten-Echo
Die Börse reagierte euphorisch auf die Strategieoffensive. Am Freitag kletterte die Aktie um 12,54 Prozent auf 255,30 Euro. Innerhalb einer Woche summiert sich das Plus auf über 16 Prozent, womit das Papier deutlich über seinem 200-Tage-Durchschnitt notiert.
Experten bewerten den Vorstoß positiv. Die Investmentbank Wedbush bestätigte ihr „Outperform“-Rating und sieht das Kursziel bei 320 US-Dollar. Analyst Dan Ives bezeichnet die Pläne als potenziellen Motor für die künftige Wertschöpfung innerhalb des KI-Ökosystems. Andere Institute taxieren den fairen Wert der Aktie in einer Spanne zwischen 225 und 350 US-Dollar.
Die fundamentale Basis scheint derweil solide. Im zweiten Quartal übertraf IBM mit einem Gewinn von 1,91 US-Dollar je Aktie die Markterwartungen von 1,81 US-Dollar. Der Umsatz belief sich auf 15,92 Milliarden US-Dollar. Im Juni schüttet der Konzern zudem eine Dividende von 1,69 US-Dollar je Aktie aus.
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