Infineon Aktie: 83,65-Euro-Allzeithoch im Visier

Infineon Aktie

Mehr als ein Vierteljahrhundert lang war die 70-Euro-Marke für Infineon unerreichbar. Am Freitag fiel sie — und die Aktie schloss bei 73,19 Euro, dem höchsten Stand seit dem Dotcom-Gipfel im Jahr 2000.

Der Kursanstieg von knapp sechs Prozent am Freitag war kein Ausreißer, sondern der vorläufige Höhepunkt einer bemerkenswerten Aufholjagd. Seit Jahresbeginn hat die Aktie um über 91 Prozent zugelegt — mit Abstand der stärkste DAX-Wert 2026. Auf Zwölfmonatssicht beläuft sich das Plus auf rund 111 Prozent.

NVIDIA als Katalysator, Europa profitiert

Den unmittelbaren Anstoß lieferten die Quartalszahlen von NVIDIA sowie neue Impulse von OpenAI. Da Leistungselektronik das physische Fundament jeder KI-Infrastruktur bildet, weitet sich der Boom nun auf europäische Zulieferer aus. Europaweit war der Technologiesektor am Freitag der stärkste Bereich — Infineon stand dabei an der Spitze.

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Das letzte Mal, dass die Aktie auf diesem Niveau gehandelt wurde, war kurz nach dem Börsengang im Frühjahr 2000. Damals markierte sie ein Allzeithoch von 83,65 Euro — ehe das Platzen der Technologieblase den Titel in eine jahrzehntelange Durststrecke schickte.

Operative Grundlage trägt den Ausbruch

Der Kurssprung kommt nicht aus dem Nichts. Im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2026 erzielte Infineon einen Umsatz von 3,812 Milliarden Euro bei einer Segmentergebnis-Marge von 17,1 Prozent. Für das Gesamtjahr hob das Unternehmen die Prognose an: Statt eines moderaten Plus erwartet der Konzern nun einen deutlichen Umsatzanstieg, die Segmentergebnis-Marge soll rund 20 Prozent erreichen.

Das Wachstumszentrum ist der Bereich Power & Sensor Systems. Dort peilt Infineon für 2026 rund 1,5 Milliarden Euro Umsatz an, 2027 sollen es rund 2,5 Milliarden Euro sein. Der Börsenwert nähert sich inzwischen der 100-Milliarden-Euro-Marke — nur sechs DAX-Konzerne sind derzeit wertvoller.

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Hinzu kommt das europäische Forschungsprojekt Moore4Power, das am 20. Mai startete. 62 Partner aus 15 Ländern arbeiten mit einem Budget von 91 Millionen Euro an der nächsten Generation von Leistungselektronik — unter Führung von Infineon.

Nächste Wegmarke: Allzeithoch bei 83,65 Euro

Charttechnisch hat der Ausbruch neue Verhältnisse geschaffen. Die 70-Euro-Marke gilt nun als zentrale Unterstützung, weitere Auffangzonen liegen bei 66,20 bis 66,71 Euro sowie im Bereich 63,25 bis 64,04 Euro. Nach oben verweisen Analysten auf Zwischenziele bei 73,71 Euro und 76,94 Euro.

Am 27. Mai tritt das Management auf der DB Access Championship Conference in Frankfurt auf — eine Gelegenheit, die KI-Wachstumsstrategie zu konkretisieren. Das historische Allzeithoch aus dem Jahr 2000 bei 83,65 Euro ist von aktuellen Niveaus noch rund 14 Prozent entfernt.

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