Der Halbleiterkonzern Infineon schmiedet eine neue Allianz im Zukunftsmarkt der Mobilität. Gemeinsam mit drei Partnern bringt das Unternehmen eine Entwicklungsplattform für automatisiertes Fahren und Robotik auf den Markt. Die Ankündigung trifft auf eine Aktie im Höhenflug.
Software trifft Hardware
Die neue Plattform trägt den Namen DRIVECORE TC4 IT2. Infineon kooperiert dafür mit Intron Technology, Vector und TASKING. Das System kombiniert Hardware, Basissoftware und Entwicklungswerkzeuge. Entwickler sparen dadurch massiv Zeit bei der Integration von Chip-Treibern und Software-Stacks. Als technisches Herzstück dient der hauseigene AURIX-TC4D9-Mikrocontroller.
Die Hardware zielt direkt auf hochkomplexe Fahrzeugarchitekturen ab. Sie verarbeitet Daten von intelligenter Fahrsensorik wie LiDAR, Radar und Kameras. Automobilhersteller nutzen solche Systeme für Fahrerassistenzsysteme und autonome Fahrzeuge. Ein beschleunigter Entwicklungsprozess bringt die Fahrzeuge schneller auf die Straße.
Rückenwind aus dem Kerngeschäft
Der Vorstoß passt perfekt zur aktuellen Unternehmensstrategie. Bereits Anfang Mai meldete Infineon einen verbesserten Auftragseingang im wichtigen Automotive-Bereich. Das zweite Geschäftsquartal brachte einen Umsatz von 3,81 Milliarden Euro. Die Segmentmarge lag bei starken 17,1 Prozent. Daraufhin hob der Vorstand die Jahresprognose an.
Am Aktienmarkt honorieren Investoren diese operative Stärke. Die Infineon-Aktie schloss am Donnerstag bei 82,70 Euro. Seit Jahresbeginn hat sich der Wert damit mehr als verdoppelt. Kein Wunder.
Der langfristige Aufwärtstrend ist intakt. Der Kurs notiert weit über dem 200-Tage-Durchschnitt von 44,74 Euro. Das Rekordhoch vom Juni bleibt in direkter Schlagdistanz.
Die neue Automotive-Plattform untermauert Infineons Anspruch auf Marktführerschaft bei softwaredefinierten Fahrzeugen. Nun muss die Technologie in den kommenden Quartalen messbare Aufträge generieren. Gelingt das, stützt dies die ambitionierte Umsatzprognose für das laufende Geschäftsjahr.
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