Infineon hat am Dienstag Investitionen von rund 1,1 Milliarden Euro am Standort Villach bis 2034 angekündigt. Dort plant das Unternehmen eine Hochvolumenfertigung für GaN-Leistungshalbleiter. Die Aktie steigt heute um 2,3%.
Produktionsstart in Villach geplant
Nach Unternehmensangaben soll in Villach die weltweit erste Hochvolumenfertigung dieser Leistungshalbleiter auf 300-Millimeter-Wafern entstehen. Der Produktionsstart ist für Ende 2027 vorgesehen.
Bei Anwendungen für KI-Rechenzentren arbeitet Infineon mit Enphase Energy zusammen. Wie das Unternehmen am Montag mitteilte, liefert es Enphase die weltweit ersten monolithischen bidirektionalen 900-V-GaN-Schalter für sogenannte Solid-State-Transformer. Die Bauteile wurden bereits getestet und werden in Entwicklungsaufbauten integriert.
Am 21. Oktober hatte Infineon außerdem den Ausbau seiner Zusammenarbeit mit NVIDIA bekannt gegeben. Dabei geht es um GaN-basierte Stromwandlungssysteme für 800-Volt-Gleichstromarchitekturen in KI-Rechenzentren. Der Schwerpunkt der Zusammenarbeit liegt nach Angaben von Infineon auf Hochvolt-Spannungsumrichtern.
Neue Labore und Förderung für Gründer
Gestern eröffnete Infineon zudem ein neues Büro- und Laborgebäude am Innovationsstandort Warstein. Rund 350 Mitarbeitende sollen dort einziehen; das Gebäude umfasst rund 1.200 Quadratmeter Laborfläche. Das Investitionsvolumen von GARBE Institutional Capital und BC Partners Real Estate lag nach Unternehmensangaben im mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich.
Bei der Förderung junger Unternehmen beteiligt sich Infineon am „Physical AI Growth Lab“. Der UnternehmerTUM Accelerator startete das Programm am 22. Oktober gemeinsam mit Microsoft, Infineon und NVIDIA. Es richtet sich an Gründerinnen und Gründer aus den Bereichen Physical AI, Robotik und industrielle KI.
Das Förderangebot für europäische Start-ups ist kostenlos und sieht keine Abgabe von Unternehmensanteilen vor. Das Programm läuft von Januar bis April 2027.
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