Infineon hat am Mittwoch ein neues Büro- und Laborgebäude in Warstein eröffnet, in das rund 350 Mitarbeitende einziehen sollen. Die Aktie verlor am Freitag im Sog des schwachen Intel-Ausblicks 4,5%. Reuters zufolge erfasste der Ausverkauf auch andere europäische Halbleiterwerte.
Standortausbau und KI-Projekte
Zum neuen Gebäude in Warstein gehören rund 1.200 Quadratmeter Laborflächen. Der Standortausbau steht neben mehreren angekündigten Projekten für Leistungshalbleiter und Anwendungen in KI-Rechenzentren.
Für Villach plant Infineon bis 2034 Investitionen von rund 1,1 Milliarden Euro. Dort soll eine Hochvolumenfertigung für GaN-Leistungshalbleiter auf 300-Millimeter-Wafern entstehen.
Nach Unternehmensangaben sind dafür 319 Millionen Euro Förderung im Rahmen des Europäischen Chips Acts vorgesehen. Der Produktionsstart ist bis Ende 2027 geplant.
Am 21. Oktober weiteten Infineon und NVIDIA ihre Zusammenarbeit auf GaN-basierte Stromwandlungssysteme aus. Diese sind für 800-V-Gleichstromarchitekturen von KI-Rechenzentren vorgesehen.
Einen weiteren Schwerpunkt bildet die Zusammenarbeit mit jungen Unternehmen: Am 22. Oktober starteten UnternehmerTUM Accelerator, Microsoft, Infineon und NVIDIA gemeinsam das Physical AI Growth Lab. Das kostenlose, eigenkapitalfreie Programm richtet sich an europäische Start-ups aus Physical AI, Robotik und industrieller KI. Es läuft von Januar bis April 2027.
Analystenentscheidung und nächster Finanztermin
Susquehanna bestätigte am 21. Oktober die positive Einstufung für Infineon. Analyst Christopher Rolland senkte zugleich das Kursziel von 100 auf 85 Euro.
Für die nächste Veröffentlichung von Geschäftszahlen nennt Infineon vorläufig den 10. November. Angekündigt sind die Ergebnisse für das vierte Quartal des Geschäftsjahres 2026 sowie die Jahreszahlen 2026.
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