Zum Quartalsbeginn hat Infineon die Preise für spezialisierte Leistungshalbleiter angehoben — und das nicht nur für neue Bestellungen, sondern auch für bestehende Lieferrückstände. Der Schritt ist eine direkte Antwort auf die anhaltend starke Nachfrage aus dem KI-Sektor und die damit verbundenen Investitionskosten.
Betroffen sind vor allem Komponenten für die Stromversorgung in KI-Rechenzentren, wo die Versorgungslage seit Monaten angespannt ist. Mit den höheren Preisen will das Unternehmen die Profitabilität stabilisieren und gleichzeitig den massiven Kapazitätsausbau finanzieren — Investitionen in Sachanlagen von rund 2,7 Milliarden Euro sind für das laufende Geschäftsjahr eingeplant.
Smart Power Fab als Wachstumshebel
Ein wesentlicher Teil dieser Mittel fließt in die neue „Smart Power Fab“ in Dresden, die auf energieeffiziente Technologien für moderne Rechenzentren ausgerichtet ist. Das Ziel ist ambitioniert: Den Umsatz im Segment Rechenzentrum-Infrastruktur will Infineon von geschätzten 1,5 Milliarden Euro im laufenden Geschäftsjahr auf rund 2,5 Milliarden Euro im Jahr 2027 steigern — was dann etwa zehn Prozent des Gesamtumsatzes entspräche.
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Das Automobilsegment, das rund die Hälfte des Konzernumsatzes ausmacht, steht unterdessen strukturell unter Druck. Auch die Industriesparte zeigt eine verhaltene Entwicklung. Das KI-Geschäft soll diese Schwäche zumindest teilweise ausgleichen.
Barclays bleibt optimistisch
Analyst Simon Coles von Barclays bestätigte am 1. April seine „Overweight“-Einstufung mit einem Kursziel von 44 Euro — bei einem aktuellen Kurs zwischen 39 und 40 Euro impliziert das ein Aufwärtspotenzial von rund zehn Prozent. Coles verwies dabei auf ein schwieriges Umfeld in der europäischen Tech-Hardware-Branche, das durch hohe Speicherpreise und konjunkturelle Unsicherheiten geprägt ist.
Ob die Preisstrategie im KI-Segment tatsächlich die erhofften Ergebnisse liefert, wird sich am 6. Mai zeigen, wenn Infineon die Quartalszahlen für das zweite Geschäftsquartal vorlegt.
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