Infineon hat am Dienstag die OptiMOS-7-40-V-MOSFET-Familie für KI-Server, Rechenzentren und Telekommunikationsinfrastruktur auf den Markt gebracht. Nach Unternehmensangaben ist das Portfolio verfügbar und befindet sich in Serienproduktion. Daneben verfolgt Infineon mit SOLUM eine geplante Zusammenarbeit an Hochvolt-Gleichstromlösungen für KI-Rechenzentren.
Produkte und Kooperationen für KI-Anwendungen
Die am Donnerstag unterzeichnete Absichtserklärung zwischen Infineon und SOLUM soll die Zusammenarbeit bei der Stromversorgung ausbauen. Als geplante Anwendungsfelder nennt Infineon Zwischenbuswandler, Batterie-Backup-Einheiten und Netzteile. Während die neue MOSFET-Familie bereits verfügbar ist, haben die beiden Unternehmen für die Hochvolt-Gleichstromlösungen zunächst eine Absichtserklärung geschlossen.
Auch bei Anwendungen im Fahrzeug setzt Infineon auf eine Zusammenarbeit: Am Montag vereinbarte das Unternehmen mit Qualcomm Technologies ein mikrocontrollerbasiertes Design. Dieses ist für Qualcomms Snapdragon-Ride-Referenzplattformen für Hochleistungsrechner und KI im Fahrzeug vorgesehen.
Am Mittwoch stellte Infineon außerdem die AURIX-RC1-Familie vor. Sie richtet sich an die Echtzeitverarbeitung und Steuerung in softwaredefinierten Fahrzeugen sowie an Physical-AI-Anwendungen. Muster plant das Unternehmen für das erste Halbjahr 2027.
Fertigungsausbau und Geschäftszahlen
Zur Erweiterung der Fertigung hatte Infineon am 27. Oktober eine europäische Hochvolumenfertigung für GaN-Leistungshalbleiter auf 300-mm-Wafern angekündigt. Medienberichten zufolge ist dafür eine Investition von rund 1,1 Milliarden Euro geplant.
Für Anleger steht als nächster Ergebnistermin der 10. November im Kalender. Dann will Infineon die Ergebnisse für das vierte Quartal und das Geschäftsjahr 2026 veröffentlichen; der Termin ist vorläufig geplant. Damit folgen auf die Produkt- und Kooperationsmeldungen die angekündigten Zahlen zum abgeschlossenen Geschäftsjahr.
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