Infineon will Sicherheitsmanagement, Konnektivität und Datenspeicher in Fahrzeugcomputer auf Basis von Qualcomms Snapdragon-Ride-Plattform einbringen. Dafür vereinbarten Infineon und Qualcomm Technologies am 2. November eine Technologiekooperation für softwaredefinierte Fahrzeuge. Nach Angaben von Infineon sieht die Zusammenarbeit ein mikrocontrollerbasiertes Designkonzept vor, das Qualcomms Referenzplattformen ergänzen soll.
Kooperationen und neue Fahrzeugtechnik
Die vereinbarte Zusammenarbeit richtet sich an Fahrzeugcomputer in softwaredefinierten Fahrzeugen. Infineon soll dabei die genannten Funktionen als Ergänzung zur Plattform von Qualcomm bereitstellen; die Unternehmen haben damit eine Technologiekooperation vereinbart.
Im Fahrzeugbereich brachte Infineon außerdem am 27. Oktober die LinearFET-Technologie auf den Markt. Sie ist für die Stromverteilung in Elektrofahrzeugen und softwaredefinierten Fahrzeugen vorgesehen. Am selben Tag veröffentlichte das Unternehmen ein Referenzdesign für Hochvolt-Batteriemanagementsysteme mit fortschrittlicher Batteriemodellierung.
Investitionspläne und Erwartungen vor den Zahlen
Für die Leistungshalbleiterfertigung kündigte Infineon am 27. Oktober den Aufbau einer Hochvolumenfertigung für GaN-Leistungshalbleiter in Villach an. Geplant sind Investitionen von rund 1,1 Milliarden Euro bis 2034. Die Fertigung soll auf 300-Millimeter-Wafern erfolgen.
Vor den Geschäftszahlen beließ JPMorgan die Aktie am Mittwoch auf „Overweight“ mit einem Kursziel von 96 Euro. Analyst Sandeep Deshpande erwartete, dass Infineons Ziele für 2027 etwas über dem Konsens liegen könnten. Er verwies zudem auf Spielraum für spätere Anhebungen.
Eine weitere positive Einschätzung kam am 2. November von Jefferies: Das Analysehaus beließ die Aktie auf „Buy“ und nannte ebenfalls ein Kursziel von 96 Euro.
Infineon hat die Veröffentlichung der Ergebnisse für das vierte Geschäftsquartal und das Geschäftsjahr 2026 für den 10. November angekündigt. Die Zahlen sollen um 7:30 Uhr CET erscheinen.
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