Sorgen um den Ausbau von KI-Rechenzentren haben Infineon am Donnerstag unter Druck gesetzt. Nach Angaben von dpa-AFX befürchteten Anleger, strengere Auflagen nach dem Wahlsieg der US-Demokraten könnten Projekte verzögern; die Aktie verlor an diesem Handelstag mehr als zehn Prozent. Gestern berichtete die Nachrichtenagentur über eine Stabilisierung nach dem Ausverkauf im KI-Sektor.
Anleger fürchten strengere Auflagen
Dem Abverkauf waren laut dpa-AFX Turbulenzen bei US-Technologiewerten vorausgegangen. Die Befürchtung der Anleger richtete sich darauf, dass strengere Auflagen den Ausbau von Rechenzentren bremsen könnten. Bernstein bezeichnete die Marktreaktion nach dem Bericht von gestern als übertrieben. Zum Handelsschluss am Freitag stieg die Infineon-Aktie um 1,8% auf 45,85 €.
JPMorgan hatte am Mittwoch die Einstufung „Overweight“ und das Kursziel von 96 Euro bestätigt. Analyst Sandeep Deshpande sah dabei die Möglichkeit, dass Infineons für 2027 erwartete Ziele leicht über dem Konsens liegen könnten.
Eine weitere Kaufempfehlung vom Montag verwies auf Investitionen großer Cloud- und Rechenzentrumsbetreiber sowie positive Branchensignale. Das dabei bestätigte Kursziel lag ebenfalls bei 96 Euro.
Milliardenprojekt in Villach angekündigt
Infineon hatte am 27. Oktober für den Standort Villach Investitionen von rund 1,1 Milliarden Euro bis 2034 angekündigt. Geplant ist der Aufbau einer Hochvolumenfertigung für GaN-Leistungshalbleiter auf 300-Millimeter-Wafern.
Die Europäische Kommission genehmigte dafür 319 Millionen Euro österreichische Staatshilfe. Die Förderung soll den Ausbau der Infineon-Anlage und die geplante Hochvolumenfertigung ermöglichen.
Die Veröffentlichung der Ergebnisse für das vierte Quartal und das Geschäftsjahr 2026 hat Infineon für den 10. November angekündigt. Ebenfalls an diesem Tag beginnt die electronica, die bis zum 13. November läuft.
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