Intel Aktie: 14,2 Milliarden für Apollo-Anteil

Intel setzt mit Übernahme von Tenstorrent und Milliarden-Investitionen auf KI-Wachstum, trotz tiefer Verluste und gemischter Analystenstimmen.

Intel Aktie
Kurz & knapp:
  • Kursplus von über 460 Prozent
  • Verhandlungen über Tenstorrent-Kauf
  • Kooperationen mit Google und Tesla
  • Nettoverlust von 3,7 Milliarden Dollar

Ein Kursplus von über 460 Prozent auf Jahressicht spricht eine klare Sprache. An der Börse wird Intel derzeit als der nächste große Gewinner im KI-Rennen gehandelt. Hinter der beeindruckenden Fassade und dem aktuellen Kurs von gut 102 Euro verbirgt sich ein harter Umbau. Der Konzern kauft massiv zu, sichert sich Milliardenaufträge und nimmt dafür tiefrote Zahlen in Kauf.

Angriff mit RISC-V

Im Zentrum der jüngsten Kursfantasie stehen Übernahmegespräche. Intel verhandelt offenbar über den Kauf von Tenstorrent. Das KI-Chip-Startup unter der Leitung des bekannten Architekten Jim Keller gilt als strategischer Schlüssel. Die Technologie soll Intels Position bei RISC-V-basierten KI-Beschleunigern stärken. Marktbeobachter werten dies als direkten Versuch, den technologischen Rückstand auf Nvidia und AMD zu verkleinern.

Parallel dazu treibt das Management den Ausbau des Auftragsfertigungsgeschäfts voran. Die Liste der neuen Partner ist prominent besetzt. Intel sicherte sich eine mehrjährige Kooperation mit Google für Cloud-Infrastruktur und einen Vertrag mit Tesla für das Terafab-Projekt. Hinzu kommt eine vorläufige Einigung mit Apple.

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Um die volle Kontrolle über die Produktionskapazitäten zurückzugewinnen, greift Intel tief in die Kasse. Der Konzern kauft den Minderheitsanteil von Apollo Global Management am irischen Werk zurück. Die Transaktion hat ein Volumen von 14,2 Milliarden US-Dollar. Ab 2027 soll sich dieser Schritt positiv auf den Gewinn je Aktie auswirken.

Extreme Bewertung spaltet Analysten

Die aggressive Expansion hat ihren Preis. Im jüngsten Quartal verbuchte das Unternehmen einen Nettoverlust von 3,7 Milliarden US-Dollar. Allein die Foundry-Sparte steuerte einen operativen Fehlbetrag von 2,4 Milliarden US-Dollar bei. Trotz dieser roten Zahlen wird die Aktie mit einem ambitionierten Kurs-Gewinn-Verhältnis von 156 gehandelt.

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Diese Diskrepanz zwischen Bewertung und aktueller Ertragslage sorgt für extrem unterschiedliche Einschätzungen an der Wall Street:

  • Citi: Kursziel 130 US-Dollar, Einstufung „Buy“
  • 24/7 Wall St.: Kursziel 101,40 US-Dollar, neutrale Haltung
  • Bank of America: Kursziel 96 US-Dollar, Einstufung „Underperform“

Während die neuen KI-Initiativen Fantasie wecken, bröckelt das Kerngeschäft. Im Markt für Server-Prozessoren verliert Intel kontinuierlich Marktanteile an AMD und Arm-basierte Konkurrenten. Das Management rechnet frühestens in drei Jahren mit dem Erreichen der Gewinnschwelle in der Auftragsfertigung. Bis dahin richten Investoren ihren Fokus auf die Produktionsausbeute der neuen 18A- und 14A-Fertigungsprozesse. Diese technischen Kennzahlen definieren den weiteren Spielraum für die hoch bewertete Aktie.

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