Die Papiere von Intel sind am Freitag im Sog eines breiten Ausverkaufs im Halbleitersektor unter Druck geraten. Die Aktie des US-Konzerns verbilligte sich zum Handelsschluss um 6,0 Prozent auf 79,91 Euro.
Medienberichten zufolge belasteten wachsende Zweifel von Marktteilnehmern an der Tragfähigkeit der Ausgaben für Künstliche Intelligenz die gesamte Branche. Vor allem die Finanzierung sowie die Renditen der teuren Infrastrukturinvestitionen wurden dabei hinterfragt.
Skepsis rund um Ausgaben für Rechenzentren
Für Intel und den Konkurrenten AMD wiegen diese Bedenken schwer. Beide Konzerne gelten mit ihren Serverprozessoren als exponiert gegenüber den Ausgabenplänen großer Rechenzentren.
Sollten Technologiekonzerne ihre Investitionen drosseln oder Budgets umschichten, könnte dies die Nachfrage nach entsprechenden Hochleistungschips dämpfen. An den Märkten führte diese Unsicherheit zu Verkäufen auf breiter Front. Durch den jüngsten Kursrückgang notiert die Aktie inzwischen 11 Prozent unter ihrem 50-Tage-Durchschnitt.
Tödlicher Vorfall am Standort Kiryat Gat
Parallel zu den branchenweiten Kursverlusten wurde das Unternehmen mit einem schweren Unglück konfrontiert. Am Mittwoch ereignete sich am israelischen Standort Kiryat Gat eine Explosion, bei der ein Arbeiter getötet und zwei weitere schwer verletzt wurden. Nach ersten Vermutungen der Polizei stand eine Gasflasche im Zusammenhang mit dem Vorfall. Die genaue Ursache war zu diesem Zeitpunkt jedoch noch unbestätigt.
Am Donnerstag erlag ein zweiter Beschäftigter seinen schweren Verletzungen, während ein dritter Mitarbeiter weiterhin mit schweren Blessuren behandelt wurde. Intel teilte mit, man sei zutiefst betrübt über den Tod der beiden Mitarbeiter. Der Halbleiterkonzern erklärte, bei den laufenden Untersuchungen vollumfänglich mit den zuständigen Behörden zu kooperieren.
Quartalszahlen für Ende Oktober angesetzt
Vor diesem Hintergrund richtet sich die Aufmerksamkeit auf die kommenden Geschäftszahlen. Intel hat angekündigt, die Bilanz für das dritte Quartal 2026 am 29. Oktober 2026 nach US-Börsenschluss vorzulegen. Im Anschluss daran ist eine Telefonkonferenz angesetzt, bei der sich das Management den Fragen der Marktteilnehmer stellen wird.
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