Intel Aktie: Durchbruch bei 18A-Fertigung

Intel stellt erste kommerzielle Prozessoren in eigener 18A-Fertigung vor, was den Aktienkurs deutlich beflügelt. Der Konzern setzt seinen Fertigungsumbau fort und erhält politische Unterstützung.

Intel Aktie
Kurz & knapp:
  • Erste kommerzielle 18A-Prozessoren vorgestellt
  • Aktienkurs steigt um rund 6,5 Prozent
  • Fertigungsumbau unter neuem CEO wird fortgesetzt
  • US-Regierung sichert sich strategische Beteiligung

Intel hat diese Woche auf der Consumer Electronics Show in Las Vegas einen entscheidenden Meilenstein seiner Neuausrichtung erreicht. Der Chipriese stellte am Dienstag die Core Ultra Serie 3 vor – die ersten kommerziellen Prozessoren in der hauseigenen 18A-Fertigungstechnologie. Die unter dem Codenamen Panther Lake entwickelten AI-PC-Chips befinden sich bereits in Produktion und stehen für Kundenbestellungen bereit.

Die Börse reagierte euphorisch: Am Mittwoch schoss die Intel-Aktie um rund 6,5 Prozent nach oben. Kein Wunder – nach Monaten der Unsicherheit liefert das Unternehmen endlich konkrete Beweise für technologischen Fortschritt.

Kehrt Intel auf die Überholspur zurück?

Der Konzern kämpfte zuletzt mit massiven Fertigungsproblemen, die seine Chips gegenüber der Konkurrenz ins Hintertreffen brachten. AMD und Arm-basierte Prozessoren eroberten Marktanteile, während Intels Fabriken unausgelastet blieben und die Profitabilität unter Druck geriet.

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Ex-CEO Pat Gelsinger versuchte gegenzusteuern, indem er die Fabs für externe Kunden öffnete und die Prozessentwicklung beschleunigte. Die Ergebnisse waren jedoch durchwachsen, Deadlines wurden wiederholt verschoben.

Unter dem neuen CEO Lip-Bu Tan setzt Intel den Umbau der Fertigungssparte nun konsequent fort. Rückenwind kommt von Investitionen der US-Regierung und Partnern wie Nvidia. Im Dezember 2025 sicherte sich Washington sogar eine 10-prozentige Beteiligung am Chipkonzern – ein klares Signal für strategische Bedeutung.

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Politische Turbulenzen im Hintergrund

Parallel dazu wirbelt die Trump-Administration die Wettbewerbspolitik durcheinander. Das Weiße Haus zog im Januar die Nominierung von Ryan Baasch für die Federal Trade Commission zurück und beförderte ihn stattdessen zum stellvertretenden Direktor des National Economic Council. In dieser Position erhält er deutlich mehr Einfluss auf Tech-, Telekom- und Wettbewerbspolitik.

Die Personalie erfolgt, nachdem Trump im März zwei demokratische FTC-Kommissare entlassen hatte – ein Schritt, der aktuell vor dem Supreme Court verhandelt wird und die präsidiale Kontrolle über vermeintlich unabhängige Behörden ausweiten könnte.

Für Intel könnte diese politische Gemengelage zur Chance werden: Mit staatlicher Unterstützung und wiedergewonnener technologischer Wettbewerbsfähigkeit scheint der Konzern bereit, verlorenes Terrain zurückzuerobern.

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Mit über fünfzehn Jahren Erfahrung als Wirtschaftsjournalist hat sich Felix Baarz als Experte für internationale Finanzmärkte etabliert. Seine Leidenschaft gilt den Mechanismen globaler Finanzmärkte und komplexen wirtschaftspolitischen Zusammenhängen, die er für seine Leserschaft verständlich aufbereitet.In Köln geboren und aufgewachsen, entdeckte er früh sein Interesse für Wirtschaftsthemen und internationale Entwicklungen. Nach seinem Studium startete er als Wirtschaftsredakteur bei einer renommierten deutschen Fachpublikation, bevor ihn sein Weg ins Ausland führte.Ein prägendes Kapitel seiner Karriere waren die sechs Jahre in New York, wo er direkten Einblick in die globale Finanzwelt erhielt. Die Berichterstattung von der Wall Street und über weltweite wirtschaftspolitische Entscheidungen schärfte seinen Blick für globale Zusammenhänge.Heute ist Felix Baarz als freier Journalist für führende Wirtschafts- und Finanzmedien im deutschsprachigen Raum tätig. Seine Arbeit zeichnet sich durch fundierte Recherchen und präzise Analysen aus. Er möchte nicht nur Fakten präsentieren, sondern auch deren Bedeutung erklären und seinen Lesern Orientierung bieten – sei es zu wirtschaftlichen Trends, politischen Entscheidungen oder langfristigen Veränderungen in der Finanzwelt.Zusätzlich moderiert er Diskussionen und nimmt an Expertenrunden teil, um sein Wissen einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Dabei liegt sein Fokus darauf, komplexe Themen informativ und inspirierend zu vermitteln. Felix Baarz versteht seine journalistische Aufgabe darin, in einer sich schnell wandelnden Welt einen klaren Blick auf wirtschaftliche Zusammenhänge zu ermöglichen und seine Leser bei fundierten Entscheidungen zu unterstützen – beruflich wie privat.