Technologische Meilensteine in der Chipproduktion und Rückenwind bei den Verkaufspreisen stärken den Halbleiterkonzern Intel. Zu Beginn der Woche meldete das Unternehmen den erfolgreichen Einsatz der High-NA-EUV-Lithografie in der Volumenfertigung bei Intel Foundry.
Mehr als eine Million Wafer wurden auf den entsprechenden Anlagen bereits verarbeitet, wobei die Fertigungsschichten für die Prozesstechnologie 18A sowie die Panther-Lake-Generation die bisherigen Leistungswerte erreichen oder übertreffen.
Zugleich zeichnet sich eine verbesserte Ertragslage im Kerngeschäft ab. Medienberichten zufolge bereitet Intel für Anfang Oktober eine Preiserhöhung von rund 10 % für PC-Prozessoren vor.
Die Kombination aus technologischem Fortschritt in den Fabriken und zurückgewonnener Preissetzungsmacht verhalf den Papieren am Montag zu deutlichen Kursgewinnen. Im heutigen Handel notiert der Titel bei 107,04 €, was einem leichten Tagesverlust von 1,0 % entspricht.
Analysten heben ihre Kursziele an
Die jüngsten operativen Signale lösen an der Wall Street positive Reaktionen aus. Am Montag passten gleich zwei Analysehäuser ihre Bewertungen nach oben an.
Tigress Financial erhöhte das Kursziel für Intel von $118 auf $145. Das Haus begründete diesen Schritt mit einem durch Terafab gestützten, KI-getriebenen Turnaround, einer anziehenden Nachfrage nach Xeon-Serverprozessoren, solider Umsetzung im 18A-Prozess sowie steigenden operativen Hebeleffekten.
Auch Northland stufte die Aktie am Montag auf Outperform herauf und setzte ein Kursziel von $120 fest. Neben den Fortschritten beim Konzernumbau verwiesen die Analysten auf das knappe Angebot im Markt für Server-CPUs sowie auf geschäftliches Potenzial durch die Terafab-Partnerschaft mit SpaceX und Tesla.
Mit diesen Schritten honorieren die Experten die Beschleunigung der Fertigungsstrategie. Seit Jahresanfang legte die Aktie an den europäischen Handelsplätzen um 241 % zu.
Fortschritte bei Fertigung und Allianzen
Neben der eigenen Produktion prüft Intel weitere Optionen zur Auslastung seiner Fabrikstandorte. Am 16. September wurde bekannt, dass sich das Unternehmen in Vorgesprächen mit dem südkoreanischen Speicherhersteller SK hynix über eine Fertigung in den Vereinigten Staaten befindet. Ein diskutiertes Szenario sieht vor, dass SK hynix Teile des Halbleiterwerks mietet, das Intel derzeit in New Albany im US-Bundesstaat Ohio errichtet.
Zudem steht ein mögliches Gemeinschaftsunternehmen unter Beteiligung von Intel und einem großen Cloud-Konzern im Raum. Die Gespräche befinden sich in einem explorativen Stadium, endgültige Vereinbarungen über die genaue Struktur oder den Typ der Speicherchips wurden noch nicht getroffen. Dennoch unterstreichen die Pläne, wie Intel seine Foundry-Sparte als Auftragsfertiger für externe Partner positionieren will.
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